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The Night Café – 0151

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Wenn eine Band aus Liverpool kommt, ist uns das grundsätzlich schon mal sympathisch. Vielleicht liegt das an den ganzen romantischen Fantasien, die ein nachdenklicher Westfale mit der Arbeiterstadt verbindet. Liverpool, da regnet’s bestimmt auch, fühlt sich in Gedanken dann an wie der eine Spiegel in dem einen Aufzug, in dem man so verdammt gut aussieht.

The Night Café sind uns aber zum Glück nicht nur deswegen sympathisch. Und auch nicht nur wegen der stereotypischen – und gerade deswegen so reizvollen – Geschichte ihrer Entstehung. Nein, die Schulfreunde aus der Heimatstadt des Pilzkopfs und Jürgen Klopps sind uns wegen ihres Sounds sympathisch. Auf „0151″ darf der sich dann auch das erste Mal auf Albumlänge völlig entblößen.

Apropos Albumlänge, The Night Cafés Debüt erinnert von der Länge her eher an das neue Mixtape eines x-beliebigen Hip-Hop- und Popstars. 18 Songs umfasst „0151“ , wo soll man da anfangen?

Beim Intro vielleicht. Das liefert nämlich über knapp zwei Minuten eine Bestandsaufnahme des gitarrenlastigen Indie-Pops. Ganz im Stile von The 1975 und Co. ist schon der Prolog ein kleines Resümee über den aktuellen Status des Pop.

Atmosphärisches Gedudel, atmosphärisches Ge-Autotune und atmosphärisches Gefilter sorgen für – ihr ahnt es – ordentlich Atmosphäre und ein ausreichend neutrales Fundament für das restliche Album.

Lauscht man diesem dann gründlich und möglichst nach 24:00 Uhr wird einem auch schnell klar, dass „0151“ wohl nicht die Vorwahl deutscher Mobilfunknummern meint, sondern eher die ideale Uhrzeit für den Konsum. MHD für Mitternachtsromantik sozusagen.

Davon bietet „0151“ nämlich einiges. Ob in reiner Stadtidylle auf dem Interlude „Breathing In“, mit dem Eden-Gedenkstück „Please“ oder der obligatorischen Hymne auf die Liebe „Endless Lovers“ , The Night Café haben das game verstanden und umgesetzt.

Schamlos reiht sich Rausschmeißer an Rausschmeißer mit einer Selbstverständlichkeit, die auf einem ersten Album einerseits irritiert und andererseits beruhigt. Beruhigt, weil eine Band schon auf dem ersten Album ihre Nische gefunden zu haben scheint, irritiert, weil sie es sich in dieser Nische auf dem einen Album mit Überlänge schon gehörig bequem gemacht haben.

„0151“ kommt mit vielem daher, reichlich Emotion, reichlich Pathos und einem übermäßig guten Verständnis davon, wie der Indie-Mainstream tickt. Das einzige, von dem noch nicht genug da ist, ist die Abwechslung, aber wir warten gern. Ist jetzt eh zu spät zum schlafen.

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