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Moddi – Like In 1968

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Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass die nordischen Länder mit ihren malerischen Weiten der perfekte Nährboden für melancholische Musik sind. Man denke nur an Björk, Sigur Rós oder Ásgeir, seit deren Erfolg die Landkarte dort kein weißer Fleck mehr ist.

Dank Moddi darf man neben den zahlreichen isländischen Künstlern auch ein Fähnchen ein Stückchen weiter östlich setzen, denn der 32-Jährige kommt zur Abwechslung aus Norwegen. Mit „Like In 1968” erscheint bereits das fünfte Studioalbum des Norwegers.

1968 – ein Jahr, das nicht nur eine ganze Generation prägte, sondern bis heute für viele einen mystischen Zauber innehält von einer Zeit, in der freie Liebe, Drogenkonsum und Proteste inklusive klarer politischer Haltungen keine Widersprüche waren.

Allen voran Künstler wie Bob Dylan, die mit deutlichen Texten nicht davor zurückschreckten, auch politisch deutlich Stellung zu beziehen.

Obwohl in letzter Zeit immer mehr Künstler auch in ihrer Musik Probleme wie den Klimawandel oder Rechtspopulismus thematisieren, ist der Großteil der Pop-Landschaft immer noch von seichteren Themen besiedelt.

Moddi hingegen hat sich auf „Like In 1968” – wie der Name schon verrät – ganz dem revolutionären Geist der 68er verschrieben und singt statt über unerwiderte Liebe lieber über die Klimakrise oder eine norwegische Schuss-Patrone als Exportschlager.

Letzteres erklärt auch gleichermaßen das Cover von „Like In 1968”, das ebenjene Patrone ziert. Der passende Song dazu heißt „12.7” und beginnt mit dermaßen lieblicher Akustik-Gitarre, die auf getragenen Klangflächen dahin schwebt, dass man niemals mit der Ernsthaftigkeit rechnen würde, die sich entfaltet, wenn man den Lyrics Gehör schenk:

„12.7 melts into the skin / Like a drop in the sea / Crushes, severs, lights a fire within / Engineered beauty / Muscles, marrow, morals and ideals / Are left broken behind”. Allein das gespenstische Solo gibt musikalischen Anlass dazu zu glauben, dass hier etwas nicht stimmt.

Nicht bei jedem Song gelingt Moddi dieser Zaubertrick aus pointierten Lyrics:

„Sometimes it feels like one makes no difference at all / That no matter what you do it will always be too small / But if you just go and never stop / In the end all the small things will add up” degradieren „Little By Little” dann doch eher zum Kalender-Spruch. Das bleibt aber die Ausnahme.

Generell entscheidet sich Moddi auf „Like In 1968” öfter für opulentere Instrumentierung und schreckt nicht davor zurück, seine folkigen Wurzeln um Streicherhorden, Wurlitzer-Klänge oder vielspuriger Backings zu erweitern.

Dabei bewahrt er seinen Geschmack und findet zielsicher die letzte Ausfahrt vor dem Kitsch.

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