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One True Pairing – One True Pairing

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Als Außenseiter lebt es sich nicht leicht. Man ist ständig in einem Dilemma: Ausbruch oder Isolation? Tom Fleming alias One True Pairing scheint gerade diese Spannung auf seinem Solodebüt zu verhandeln.

Er öffnet hier Räume, die weit und eng zugleich sind. Die Weite schafft vor allem seine Stimme, die zwar in sich die ganze Schwere des menschlichen Daseins trägt, aber zu keinem Zeitpunkt unter dieser Schwere zu ersticken droht. Eher scheint sie durch sie hindurch zu atmen.

Schwebend, zart und zugleich unzugänglich steigt sein Gesang direkt aus einer klaffenden Wunde empor, deren Schmerz jedoch längst nicht mehr pochend ist, sondern ihn wie ein Nebel umhüllt, der sich Ton für Ton immer weiter ausbreitet und alles in bitter süße Verzweiflung hüllt.

Aber da bleibt der ehemalige Sänger der Wild Beasts nicht stehen, sondern lässt sich lieber von einer sanften Auftriebsstimmung mitreißen:

„It’s too late to turn your face away / And I won’t go back down to that place again“ („I’m not afraid“). Wummernde Synthies treffen auf knackige Rockgitarren. Und in Songs wie „Elite Companion“ werden Erinnerungen an die frühen Depeche Mode wach.

Aber vor allem flirtet er auf seinem selbstbetitelten Erstling mit Größen wie Bruce Springsteen oder Bryan Adams – in einem Interview sagte er, dass sein Album eine „wütende Version von Bruce Springsteen“ sei.

Diese Wut ist bei ihm jedoch stets durchtränkt von Resignation: „I give you my life“, singt er wiederholt in „Dawn At The Factory“. Es geht um die vielen Facetten eines Lebens in Zeiten von Brexit und der ganz gewöhnlichen Alltagsfrustration.

Trotz emotionaler Grenzgänge wagt das Album keinen Austritt aus dem selbst gesteckten Sound-Rahmen. Nur in „Weapons“ gibt es so etwas wie einen Bruch.

Hier wachsen die Gitarren zu Noise-Walls an und sein Gesang bäumt sich gegen unsichtbare Mauern auf. Allerdings nur, um sich in „King Of The Rats“ wieder ganz dem Außenseitertum hinzugeben: „I’m the dog / You can’t kick enough“.

Isolation oder Ausbruch? Fleming scheint für sich letztlich einen dritten Weg gefunden zu haben. Und dieser ist herrlich unspektakulär: Einfach die Grenzen so annehmen wie sie sind und tief atmen.

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