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The Brand New Heavies – TBNH

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Ist Funk dazu verdammt, ein Genre zu sein, dass nur selten über seine Grenzen hinaus geht? Oder halten die meisten Künstler aus gutem Grund an wohlbekannten und sich kaum neu erfindenden Sounds fest?

The Brand New Heavies haben in den letzten 30 Jahren jedenfalls nicht viel an ihrer Musik verändert. Ihr 11. und quasi selbstbetiteltes Studioalbum „TBNH“ birgt genau den gleichen Mix aus Acid-Jazz und Funk, den die Band aus London bereits 1990 mit ihrem tatsächlich selbstbetiteltem Debüt vorstellte.

Vielleicht ist ihnen über die Jahre aber auch einfach die Inspiration ausgegangen. Keine Frage: Die Songs von „TBNH“ sind tanzbar, im wahrsten Sinne funky und lassen auch angenehme, soulige Momente zu.

Doch schon die Tracklist liest sich wie ein völlig überholtes Motivationsbuch, welches musikalisch unterlegt wurde. „Just Believe In You“, It’s My Destiny“ und „Getaway“ sind nur einige der verkitschten Songtitel, die sich lyrisch im Stück genau so fortführen.

Auch musikalisch startet das Album erwartbar: Lässige E-Gitarren-Loops treffen im Opener „Beautiful“ auf ein sanftes Schlagzeug und exotische Metallinstrument-Klänge.

In „Just Believe In You“ und „Heat“ sollen Trompeten es richten, „The Funk Is Back“ setzt auf eine Mischung aus allem, kombiniert mit zaghaften Keyboard-Sounds.

Ein Trost: Der Gesang von Angela Ricci bleibt trotz wenigen, wirklichen Herausforderungen konstant beeindruckend. „These Walls“ bietet ihr am meisten Gelegenheit, ihre Oktaven unter Beweis zu stellen, ansonsten bleibt das Potenzial ihrer Stimme weitestgehend ungenutzt.

Eine dramatische Soul-Ballade könnte ihr besser stehen. Und vielleicht auch „TBNH“ gut tun. Denn abgesehen von ein wenig Instrument-Variation und Gesangsablösung durch Simon Bartholomew („The Funk Is Back“) herrscht hier nur wenig Abwechslung.

Tanzbarer Funk, ja! Spannende Entwicklungen, Acid-Jazz-Experimente oder eine erkennbare Annäherung zu einem Genre das wenig artverwandt ist sucht man auf „TBNH“ aber vergeblich. Auf der Bühne dürfte die neunköpfige Band dennoch weiterhin damit die Funk-Liebhaber überzeugen.

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