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Half Moon Run – A Blemish In The Great Light

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Half Moon Run verwässern ihre um die Ecke gedachte Folklore weiter und löffeln mit „A Blemish In The Great Light“ aus der Pfütze eine unerwartete Epoche in die Ohren. Mumford And Sons buchen sich die Kanadier deshalb dankend ins Vorprogramm.

Vor sieben Jahren wäre diese Entscheidung bei Marcus Mumoford & Co. wahrscheinlich nicht so einfach und auch nicht so folgerichtig ausgefallen. Das Quartett aus Montreal und ihr Achtungserfolg „Dark Eyes“ waren der willkommene Beweis dafür, was mit Folk und Indie noch alles möglich ist, wenn man die Scheuklappen ablegt.

Mit „Sun Leads On Me“ haben sich Half Moon Run bereits viel weniger getraut und die Progressivität, die auf dem Debüt entzückte, so weit abgelegt, dass auch ganz sicher niemand mehr einen Harmoniewechsel missverstehen würde.

Und heute sind Half Moon Run im mediokren Indiepop gelandet und eine Band unter vielen: Seicht klampfen sich die vier durch „Flesh And Blood“, das mit der gelegentlichen Pedal-Steel-Gitarre auch nicht authentischer wird.

In „Natural Disaster“ sind offensive Synthesizer-Sounds ein ebenso großes Fragezeichen in folkiger Heimeligkeit wie im Opener.

„Then Again“ mit seinen faden Synthie-Streichern, dem stets leicht heißeren Gesang von Devon Portielje und der Schema-F-Dramaturgie ist bestenfalls nett gemeint.

Vieles wirkt beliebig und austauschbar, wie die Positionen, durch die vier Multiinstrumentalisten immer wilder wechseln und sich dann in einen vierstimmigen Harmoniegesang hochschrauben, der so lehrbuchmäßig und vorbildhaft ausfällt, dass er in den besten Momenten nicht weiter stört.

Das klassizistische Pianostück „Undercurrents“ fällt als einziges aus der Beschaulichkeit heraus und sprengt kurzzeitig ungewollt den Rahmen.

Ansonsten stagnieren Half Moon Run in der Fülle ihrer Möglichkeiten bei Lieblichkeit und Indiepop, der seine einstige Progression heute selbst nicht mehr versteht.

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