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Kim Gordon – No Home Record

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Ein paar Tage nach ihrem Ex-Mann Thurston Moore veröffentlicht Kim Gordon ein Album, das ebenfalls in die Kategorie Experiment fällt.

Nur sind bei ihr keine Soundcollagen oder repetierende Endlosschleifen das Mittel der Peinigung. Es sind kurze, elektronische Noise-Stücke in einer Glocke aus weißem Rauschen. Gepeinigt wird trotzdem.

Würde es nicht total an ihrem Stil vorbeigehen, „No Home Record“ könnte als späte Abrechnung einer gescheiterten Ehe interpretiert werden, die eine der prägendsten Indiebands in ein unwürdiges Ende stürzte.

In der Zeit nach Sonic Youth hat Gordon mit ihrem Body/Head-Projekt bereits einige fordernde Platten aufgenommen. Ihr erstes waschechtes Soloalbum ist trotzdem das garstigste von allen.

„Don’t Play It“ zeigt eine aufgekratzte Frau, die Dampf ablässt – vor einer unschönen Kullisse aus unsteten Beats, die jederzeit eine Herausforderung für sich darstellen.

Schaukeln sich die mechanischen Rhythmen aus unrund laufenden Maschinen mit Gordons deprimierendem Sprechgesang hoch, kommt es zu einer Eskalation, die scheinbar avantgardistisch den Faden von PJ Harvey sucht, dabei aber selten über Songs hinauskommt, die bestenfalls als Fragmente bezeichnet werden können.

Ob sich damit Verständnis generieren lässt, ist zweifelhaft. „Paprika Pony“ ist hölzernes Geklöppel mit kryptischen Wortfetzten. Ein Schema, das sich durchzieht und auf „Cookie Butter“ noch weiter überspitzt. Der Beat kommt dann aus einem Geigerzähler – bis zur Reaktorkatastrophe. Die Nummer mit den seltsam bescheuerten Songtiteln zieht sie auch durch.

„Hungry Baby“ hat zu den noisigen Störgeräuschen noch den indie-rockigsten Gestus, mit Ausbaupotenzial, und das windschiefe „Earthquake“ den Geist ihrer Sonic-Youth-Stücke.

Da hängt die Platte aber schon längst als fieses Fiepen im Ohr. Die Nachwehen von Sonic Youth sind 2019 keine leichte Angelegenheit.

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