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The Murder Capital – Live im Molotow, Hamburg

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Das Molotow ist um 20 Uhr schon rappelvoll. Schön, dass so viele The Murder Capital gut genug finden, sich an einem Dienstag aus dem Haus zu schieben. Support gibt es keinen.

Die Bühne gut gefüllt mit acht Gitarren und Bässen. Werden alle nochmal akribisch sortiert. Licht aus, „Dear James“ von Burnt Out an. Geht gut als Ersatz für Vorband durch.

Die fünf Iren kommen auf die Bühne. Steife Second-Hand-Klamotte mit Hochwasser-Alarm dominiert. Betont arrogant gelangweilte Mimik. Die beiden „Slowdance“ Stücke vom Debut „When I Have Fears“ machen den Anfang.

So langsam wie auf der Platte, aber deutlich tiefgehender. Zum Ende spielt die ganze Band das Schlagzeug an, Rücken zum Publikum. Spielen mit Feedbacks dominiert den noise-geladenen Sound.

Wieder zurück ins Hier und Jetzt „Twisted Ground“ beginnt als ruhige Ballade. Glasklar, lange Passagen nur Bass und Gesang. Gänsehaut.

Bei „Love, Love, Love“ wird James McGovern richtig wach. Eine Puppe von Stahlseilen gestreckt. So zuckt er total angespannt am Micro. Nur die Zehenspitzen haften am Boden.

„Green & Blue“ Diarmuid Brennan wirbelt mit seinen Drums als gäbe es kein Morgen mehr. Unbändige, superklar pointierte Energie ohne Ende. Der dunkle Gesang darüber zurückgehalten.

Die Gestik wechselt zunehmend von an Death In June erinnender Überheblichkeit hin zu mühsam gebändigtem Ausbruch. Eine immense Energie kämpft darum, losgelassen zu werden. Dem folgt der Sound in ein wahres Noise-Inferno.

„Are you alive???“. Unklar, ob Frage oder Drohung. Die erste Reihe zieht den Kopf ein. „For Everything“. Schellen ruckartig wie hypnotisiert geschüttelt. Wirken wie eine drohende Waffe, nicht wie ein Instrument.

Unter dem monoton, latent aggressivem Gesang wechseln Gewitter mit saugendender Psychedelik. Der End-Refrain. „For Everything!!! For Nothing!!!“ Alle im Saal, mit Nachdruck.

„So you are alive!“. Humor hätte man ihm nicht mehr zugetraut. „And now ‚Don’t Cling To Live‘“. Sarkasmus auch noch. Der Level steigert sich weiter. Leider geht die Stimme etwas unter der Musik unter.

„More Is Less“, der Eskalationslevel wird gezündet. Pogo-Nachhilfe im Publikum zu feinstem klassischen Punk. Bei „Feeling Fades“ wieder ins Publikum. Die Nachhilfe hat gewirkt, der Kessel brodelt.

„La la la lala la…“ so geht es kochend zu Ende. Leider ist das Material aus. Nächstes Mal hoffentlich mit Stücken einer zweiten Platte.

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