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Yorkston/Thorne/Khan (Credit Jon Pountney)

Yorkston/Thorne/Khan – Navarasa: Nine Emotions

Furchtbar lieb, aber harmlos: Yorkston/Thorne/Khan gniedeln sich wieder durch die Musikkulturen.

Der schottische Gitarrist James Yorkstone, Sarangi-Spieler Suhail Yusuf Khan und der Bassist John Thorne loten hier nicht zum ersten Mal Berührungspunkte zwischen hinduistischer Folklore und mächtig mittelalterlich anmutendem Insel-Folk.

Dieses Mal allerdings, es ist das dritte Album der Drei, verschiebt sich der Fokus stark in die indische Musikwelt. Und die ist ordentlich spirituell.

Wer mit Serpentinen-Vokal-Melodien und Sarangi-Tonleitern auf Dauer nicht so viel anfangen kann, dürfte es schwer haben, „Navarasa – Nine Emotions“ auf heavy rotation zu haben.

Die in der Navarasa-Tradition enthaltenen neun Emotionen werden freilich durch je einen Song repräsentiert. Spezieller geht kaum im Global-Pop.

Im Grunde schön, aber auch typisch, dass sich Domino diesen Ausfall von der Norm nach wie vor leistet. Denn großen Umsatz werden sie mit den hübschen Vinyl-Scheibchen von Yorkston/Thorne/Khan auch dieses Mal nicht machen, zu wenig virulent wirkt dafür dieses fleißige Gegnidel, Gezupfe und Gesinge.

Der Grund mag für Musiker, die die kulturelle und spirituelle Seele eines Instrumentes ergründen, durchaus weh tun, aber er drängt sich mit dem dritten Album immer massiver auf:

So feingeistig „Navarasa – Nine Emotions“ handwerklich auch gemacht sein mag, so löblich ihre pazifistische Soundwelt auch erklingt, sie ist leider auch ziemlich langweilig. Eine große Schlaftablette im Folk.

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