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Greg Dulli (Credit Maciek Jasik)

Greg Dulli – Random Desire

Knapp drei Jahre nach dem letzten Dulli-Drama im Kollektivmodus („In Spades“) setzt der Sub-Pop-Pionier seinen zwischen Leid, Melancholie und Wahnsinn pendelnde Kreativreise unbeirrt fort – diesmal allerdings erstmals unter eigenem Namen.

Ja, Greg Dulli zieht sein Ding alleine durch, lediglich begleitet von hin und wieder im Studio vorbeischauenden Zuarbeitern wie Gitarrist  Jon Skibic, Multiinstrumentalist Rick G. Nelson, Mathias Schneeberger (Twilight Singers), Pedal-Zauberer Dr. Stepehn Patt und Drummer Jon Theodore (Queens Of The Stone Age, The Mars Volta).

In puncto Arbeitsweise und Produktionsstruktur inspiriert von Ein-Mann-Band-Ikonen wie Prince und Todd Rundgren präsentiert der The-Afghan-Whigs-Chef eine Komplettpalette seiner Fähigkeiten. Egal ob rockend, rollend, raunend oder schmachtend:

GregDulli hat all seine in den letzten 30 Jahren immer wieder imposant zur Schau gestellten musikalischen Facetten noch perfekt drauf.

Mit der Indie-Rock-Keule im Gepäck eröffnet der Sänger aus Ohio das Album im Stile einer alles in den Bann ziehenden Rampensau („Pantomima“). Es folgen Croon-Kunst deluxe („Sempre“), bezirzender Folk („Marry Me“) und markante Piano-Spielereien („The Tide“, „Scorpio“).

Dulli konzentriert sich aufs Wesentliche. Nur wenige Klangüberraschungen kreuzen den gradlinigen Pfad. Langeweile kommt dennoch keine auf. Ganz im Gegenteil:

Mit seiner klaren Linie spannt der Sänger einen dicken roten Faden, der vom ersten bis zum letzten Akkord nichts von seiner Spannkraft verliert.

Vollendet mit Rhythmen aus der Maschine („Lockless“), skurrilen Orgelklängen („Black Moon“) und pianogeschwängerter Melancholie („Slow Pan“) platziert sich „Random Desire“ ganz weit vorne in der Reihe der markantesten Schöpfungen aus dem Hause Dulli.

Fazit: Greg Dulli überzeugt und beeindruckt auch unter eigenem Namen.

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