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Kid Francescoli – Lovers

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Was hat er sich dabei nur gedacht? Hat er sich dabei überhaupt was gedacht? Man fragt sich das beim Durchhören dieses Albums nicht nur einmal.

Er, das ist der Franzose Mathieu Hocine, der hinter dem Elektro-Pop-Projekt Kid Francescoli steht. 2002 gegründet, hat die Formation mit wechselnder Besetzung bislang vier Longplayer rausgebracht – darunter auch den ein oder anderen Hit, wie den Track „Moon“ vom 2017er-Album „Play Me Again“.

War „Moon“ noch ein fesselnder Raumkapselflug durchs All, kommt an diese Atmosphäre kein einziger Titel des neuen Albums ran. Am ehesten vielleicht noch „Lovedrops“, das mit seinen weiten Klangsphären in dieselbe Richtung geht.

Ansonsten schafft es kein anderer Song, einen solchen Sog zu entwickeln.

Wenn das alles wäre, dann wäre dieses Album eben einfach das: langweilig, uninspiriert. Ja, das ist es. Allerdings geht das neue, nun fünfte (Mach-)Werk noch ein Stückchen darüber hinaus, indem es außerdem ziemlich irritierend und bisweilen peinlich ist.

Unter dem Titel „Lovers“ verpackt der Franzose pseudo-erotischen Electronic mit Fremdschäm-Potential. Simple, monotone Elektrobeats plätschern vor sich hin und schaffen es selten, eine gewisse Spannung aufzubauen.

Ein Beispiel dafür ist „My Bad“, das nur aus zwei, drei Motiven besteht und schon nach den wenigen Takten nervt. Darüber hauchen sich weibliche Gaststars mal auf Französisch, mal auf Englisch durchs Album.

„En Quero“ etwa schafft es, gleichzeitig an Totos „Africa“ und an „Je t’aime“ von Serge Gainsbourg und Jane Birkin zu erinnern. Ersteres wegen des Percussion-Rhythmus in den ersten Takten, der nahezu perfekt aus „Africa“ kopiert zu sein scheint. Letzteres wegen des bereits erwähnten Erotikgesangs.

Der erreicht seinen Höhepunkt dann bei „So Over“. „I forgot the taste of your skin“, raunt die Sängerin ihrem Love Interest fast sechseinhalb Minuten lang hinterher. Das gerät allerdings in etwa so erotisch wie die Clips jener Damen, die sich nach 0:00 Uhr auf irgendwelchen Spartensendern räkeln.

Am deutlichsten drängt sich der Vergleich zu „Je t’aime“ bei „O Sol“ auf, ein Mann-Frau-Duett über gedämpftem Soundteppich. Während der Klassiker im Jahr 1969 wenigstens noch das Zeug hatte, einen Skandal auszulösen, wird das diesem Titel hier im Jahr 2020 nicht mehr gelingen.

Da kaschiert auch ein bisschen Anzüglichkeit nicht, dass das hier einfach keine gute Musik ist.

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