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Jonathan Wilson (Credit Louis Rodiger)

Jonathan Wilson – Dixie Blur

Ein glücklicher Cowboy auf einem Pferd, eingehüllt in bunte Farben und eingerahmt von dicken Lettern, wie man sie aus alten John-Wayne-Filmen kennt:

Bereits das Cover des neuen Studioalbums von Multiinstrumentalist Jonathan Wilson lässt erahnen, in welche musikalische Richtung es geht. Und in der Tat: Nach der komplexen Art-Pop-Odyssee „Rare Birds“ nimmt der Kalifornier seine Hörer mit auf eine Reise in die Vergangenheit.

Wilsons bis dato persönlichstes Werk ist Sehnsucht pur. Gepeinigt von nicht enden wollenden Heimwehgefühlen skizziert der Sänger und Songwriter ein intimes Stillleben in Dur und Moll.

Begleitet von einer Fidel, einem Kontrabass und unterschiedlichen Gitarren aus der Americana-Abteilung singt sich Jonathan Wilson zurück in die Zeit, in welcher in einer Hippie-Enklave aufgewachsene Ausnahmekönner seine ersten musikalischen Inspirationen sammelte.

Country, Bluegrass und leicht psychedelisch angehauchtes Singer/Songwriter-Liedgut stehen ganz oben auf der Liste, wenn Steven Wilson alte Sound-Erinnerungen weckt.

Im Stile eines mit Hut und Stiefeln durch die Prärie wandernden Cowboys erzählt der Protagonist von himmlischen Wochenend-Vereinigungen („In Heaven Making Love“), alten Blechschätzen („’69 Corvette“), goldenen Äpfeln („Golden Apples“) und koreanischem Tee („Korean Tea“).

„Dixie Blur“ ist wie ein Rundgang durch Wilsons eigenes, lange Zeit nicht öffentlich zugängliches Jugendmuseum. Man bekommt einen ungefilterten Einblick in das, was den Sänger einst in die Welt der Musik einführte.

Geerdet und durchgehend down to earth markiert Steven Wilson ein dickes Ausrufezeichen hinter seiner musikalischen Früherziehung. Ein wahrer Hörgenuss für Freunde unaufgeregter Americana-Sounds.

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