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Real Estate – The Main Thing

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Aus New Jersey und Brooklyn kommt die Musik von Real Estate, die manchmal eigentlich eher nach Florida klingt:

Lässiger Indie-Rock mit maximaler Entspanntheit, die den fünf Jungs um Martin Courtney in den vergangenen Jahren aber auch öfter mal den Vorwurf der Konturlosigkeit eingebracht hat.

Da reiht sich auch das mittlerweile fünfte Album ein. „The Main Thing“ bricht in weiten Teilen nicht mit der gewissen Verträumtheit, die die Vorgängerplatten auszeichneten:

Mal wissen die von dezentem Bass und zurückhaltendem Schlagzeug getragenen Songs fast zu hypnotisieren („Friday“), woanders plätschern sie stattdessen etwas ziellos dahin („Procession“).

Dazwischen schimmern einige Höhepunkte durch. Dazu gehört sicherlich die Zusammenarbeit mit Amelia Meath vom Elektro-Pop-Duo Sylvan Esso im Song „Paper Cut“, der mit seinem Groove ins Ohr geht.

Die tanzbaren „The Main Thing“ und „November“ sind Indie-Rohdiamanten und durchbrechen die gelegentliche Schläfrigkeit.

Stellenweise überzeugt die Band doch mit etwas ambitionierten Songs. Das über fünfminütige „Also A But“ etwa kombiniert apokalyptische Endzeitbilder mit mäanderndem Psychedelic-Rock („Floating atop a Mushroom Cloud“) und im melancholischen „Silent World“ fragt sich Courtney, ob er seine Kinder jemals in diese „wicked world“ wird loslassen können.

Es sind diese ernsten Töne, die aufhorchen lassen aus einem Album, das sich ansonsten manchmal etwas zu träge gibt.

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