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„So locker und leicht geschlagen, der schwimmt sogar in Milch.“ – wäre der früher so beworbene Schokoriegel eine Platte, dann ein Album von Real Estate.

Ihr Neuling „In Mind“ klingt schwerelos, luftig und schließt an die 2014er „Atlas“ Scheibe an, mit der Real Estate ihre angeraute Anfangsphase abschlossen hatten, um sich gänzlich dem Pop zuzuwenden. Dabei hat sich seitdem im Bandgefüge einiges getan. Songwriter Martin Courtney wurde Papa, Bassist Alex Bleeker zog es nach Kalifornien, Matt Mondanile verabschiedete sich ganz. Dafür wurde der bisher lose mit dem Ensemble liierte Gitarrist Julian Lynch Stammmitglied.

Das hat keine Konsequenzen auf das Songwriting, es sind elf neue Songs entstanden, die in der Lage sind, mehr als den im Zusammenhang mit Real Estate gern bemühten Begriff „Hintergrundmusik“ zu bedienen. Wobei diese Bezeichnung für Frontmann Courtney im größeren Umfang ok ist als für die Fans, sieht er seine Musik doch als einen Soundtrack für die Aufgaben des Alltags.

Vom ersten Ton an versetzt „In Mind“ in den Freizeitpark des Seins, fluffig klimpern die Gitarren den Opener „Darling“ auf die Sonnenseite des Lebens. Mit einem Groove, der das Köpfchen leicht nicken lässt plätschert die Platte harmlos, hastlos und verträumt vor sich hin, die Stimmung eines nicht enden wollenden Urlaubstages verbreitend.

Pavement, Clap Your Hands Say Yeah, Beatles – vieles scheint den Proberaum von Real Estate beschallt zu haben, ihre Kombination aus Leichtigkeit und Melancholie bildet letztlich aber ein ganz eigenes Gerüst. Dieses trägt den soliden Jangle-Pop von „Stained Glass“ und „Holding Pattern“ so sicher wie dessen gebremste Variante „After The Moon“, beweist seine Tragfähigkeit auch für die mit „Diamond Eyes“ vollzogene Country-Liebelei.

Es bleibt der Band sogar noch Zeit für Spielereien mit Lo-Fi Bass und elektronischer Klangerzeugung, unterm Strich fehlt es trotzdem an Varianz.

Eine Platte wie ihr fast siebenminütiger Dreh- und Angelpunkt „Two Arrows“: man ist gern dabei, wenn die Musik läuft, kann sich aber nur unscharf daran erinnern, wenn es endet.

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