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Johnny Marr, Nick Cave und andere warnen vor Kultureinbruch

Nachdem sie vergangenen Monat bereits den “Grassroots Music Venues Crisis Fund” mit über 182.000 GBP eingeführt haben, startete die Music Venue Trust (MVT) vor kurzem eine neue Kampagne mit dem Titel “Save Our Venues”, um über 500 Musiklokalen in ganz Großbritannien bei ihren wirtschaftlichen Engpässen zu unterstützen.

Eine kürzlich von der Creative Industries Federation durchgeführte Umfrage ergab, dass 60% der kreativen Freiberufler annehmen, dass sich ihr Einkommen im Jahr 2020 halbieren wird. Über 50% gaben sogar an, dass bereits 100% ihrer Aufträge abgesagt worden sind.

Die Umfrage ergab zudem, dass jede siebte Organisation glaubt, dass sie nur bis Ende April mit den vorhandenen finanziellen Reserven bestehen könne. Nur die Hälfte hält ein Bestehen über Juni hinaus für möglich.

Nun schrieb CIF einen offenen Brief mit mehr als 400 Unterschriften an Schatzkanzler Rishi Sunak und Kulturminister Oliver Dowden, in dem eine dringende Finanzierung zur Unterstützung der von COVID-19 betroffenen Kultur- und Kreativwirtschaft gefordert wird:

“We cannot allow the U.K. to lose half of its creative businesses and become a cultural wasteland […] the creative industries are one of the U.K.’s biggest success stories, previously growing at five times the rate of the wider economy.”

Zu den Unterzeichnern des Briefes gehören unter anderem Johnny Marr, Nick Cave oder Rufus Wainwright, der es gegenüber dem Guardian sogar “ein Verbrechen als Gesellschaft [nennt], die Künstler, die nicht aufgehört haben zu produzieren, nicht zu unterstützen”.

Auch Künstler wie PJ Harvey, Stephen Fry, Grayson Perry oder Anish Kapoor und Veranstaltungsorte sowie Institutionen wie Royal Albert Hall, Film Birmingham, Royal Opera House, Shakespeare’s Globe, Tate, Penguin Random House, Northern Ireland Screen oder Lionsgate U.K. setzten ihre Unterschrift unter dem Schreiben.

Caroline Norbury, CEO der Creative Industries Federation, sagt, dass es trotz der staatlichen Unterstützungsmaßnahmen immer noch Freiberufler gibt, “die durch die Lücken fallen und diese Krise ohne dringende finanzielle Unterstützung einfach nicht bewältigen können”:

“With venues, museums and cinemas closed, film shoots postponed and festivals cancelled, the UK’s world-leading creative industries are in deep trouble […] creative organisations and professionals need cash, and they need it now.”

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Eine Antwort

  1. Wie wär es mit Musiker-Solidarität! Es gab vor Corona genug fett verdienende Musiker – vor allem in England! Jetzt was Davon an die notleidende Musikbranche abgeben wäre angesagt. Ein kleines Nettes Video aus der Villen-Quarantäne auf YouTube zu stellen ist zu wenig. Also: Macht selbst den ersten Schritt!

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