Moyka aus dem norwegischen Hallingdal hat vor Kurzem ihre neue EP “Spaces” veröffentlicht.

Die erste große Liebe auseinanderbrechen zu sehen, ist kacke. Man macht all diese Pläne und auf einmal ist nichts mehr übrig. Mit 23 Jahren muss man sich erstmal selbst finden.

So in etwa lautet die Entstehungsgeschichte zu Moykas neuer EP Spaces. “Auf der EP geht es hauptsächlich um den Verlust einer langjährigen Liebe. Darum, dass man sowohl die Nähe als auch die Freundschaft verliert, und wie ich versuche, diesen Raum zu füllen. Es geht ums Weitermachen,” sagt die Norwegerin.

Die Vergangenheit klebt noch zäh in allen Gedanken, doch die Tracks wehren sich mit flimmerndem Synth-Pop gegen den Stillstand. Das ist die Spezialität von Monika Engeseth, die sich hinter Moyka verbirgt:

So schwer das Herz in ihren Lyrics auch sein mag, ihre Songs gehören in die Clubs, auf die Tanzfläche. Moyka liebt ihre Synthesizer und den großen Auftritt eines Pop-Refrains. Vergleiche mit Robyn oder Röyksopp werden laut (obwohl sie zur Zeit viel lieber Lady Gaga hört, wie sie sagt).

Doch Moyka hat einen Hang zum Abgrund, sie spielt mit der Dunkelheit. “Ich liebe es, diesen Konflikt zu kreieren: Du kannst zu meiner Musik tanzen, aber auch weinen!” lacht sie.

Produziert hat die selbsternannte Pophexe alle Songs selbst, wie auch schon auf ihrer ersten EP “Circles”, die 2019 erschienen ist. Für sie ist das selbstverständlich, einerseits, weil sich die Lieder erst dann wie ihre eigenen anfühlen, wenn sie in alle Prozesse involviert ist, andererseits weil sie das Vorbild sein möchte, das ihr in ihrer musikalischen Anfangszeit fehlte.

“Es gibt immer noch so wenige Frauen, die Musik produzieren, vielleicht kann ich jemanden inspirieren.”, sagt sie.

Gemeinsam mit der EP erscheint das Video zur Single “Kanazawa (Maybe We Don’t Have To Go There)”. Dieser Ort in Japan steht stellvertretend für alle Pläne, die der Vergangenheit angehören. So ist das Leben, manchmal kommt es anders und dann kommt gute Musik dabei raus.

www.instagram.com/moykamusic/

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