Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages
The Streets (Credit Universal Music)

The Streets – None Of Us Are Getting Out Of This Life Alive

Wenn ein Künstler sich außergewöhnlich lange zurückzieht, kann auch die Erwartungshaltung auf ein neues, musikalisches Lebenszeichen steigen und die Enttäuschung der einstigen Fans umso größer ausfallen. Praktisch, wenn man dann Unterstützung im Rücken hat.

So ähnlich handhabt das auch Mike Skinner. Knapp neun Jahre lang war es in Sachen Neuerscheinungen um sein Musikprojekt The Streets ruhig. Nach mehreren ausverkauften Comeback-Konzerten ist ein neues Mixtape aber wohl der nächste logische Schritt.

Jetzt meldet Skinner sich mit „None Of Us Are Getting Out Of This Life Alive“ genauso tiefgründig wie gewohnt zurück und lädt sich zu jedem Track einen Gast ein.

Und diese Gäste haben es in sich: Beim richtungsweisenden Opener „Call My Phone Thinking I’m Doing Nothing Better“ sorgen Tame Impala für eine Prise ihres typischen Indie-Sounds.

Auch die Post-Punker von Idles sind beim darauffolgenden Titelsong dabei und viele Londoner Künstler aus Skimmers direktem Umfeld mit an Board – zum Beispiel Rapper und Rapperinnen wie Jimothy Lacoste, Ms Banks oder Hak Baker.

Neben ihrem allgemeinen Talent soll es noch ein weiteres Auswahlkriterium für Skinner gegeben haben – alle Gäste mussten, genau wie er auch, gut darin sein, über die alltäglichen Dinge des Lebens zu rappen.

Dass das Rap-Projekt aus Skinners Zeit als DJ geboren wurde, hört man dem sechsten Tape von The Streets dabei auch im Jahr 2020 noch deutlich an. Der Sound lässt sich insgesamt in den Club verlagern und ist geprägt von sägenden Drum’n’Bass oder Wobble-Bässen.

Inhaltlich dreht sich auf „None Of Us Are Getting Out Of This Life Alive“ alles um Kommunikation. Real und virtuell auf Menschen treffen und dabei ständig das Smartphone in der Hand haben, davon erzählt Skinner so einige Anekdoten.

Der rote Faden macht das Rap-Duett-Album, wie er es selbst nennt, aber nicht zum Konzeptalbum. Diesmal wollte er nicht allzu sehr nachdenken und einfach loslegen. Diese „Drauf los“-Energie ist in jedem Track spürbar.

Schreibe einen Kommentar