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All We Are (Credit Rebecca Hawley)

All We Are – Providence

Musiker, die einen Synthesizer beherrschen und damit auch mehr oder weniger erfolgreich sind, gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Daher braucht es schon etwas mehr als verspielte, laute Sounds um die elektronischen Melodien wirklich neu zu interpretieren.

Der Band All We Are gelingt das seit einigen Jahren, indem sie schrille bis tanzbare Synthie-Klänge mit psychedelischen Einflüssen verfeinern. Mit „Providence“ präsentiert das Trio aus Liverpool sein drittes Studioalbum.

Darauf zu hören: Hits, Hits, Hits, wenn auch nicht im klassischen Ohrwurm-Gewand.

Während der Opener und Titelsong „Providence“ noch von psychedelischen Gitarren und scheinbar zunächst gegensätzlichen Sounds bestimmt wird, legt der Folgetrack „Heart Of Mine“ direkt mit La-Roux-Vibes nach.

Drummer und Sänger Richard O’Flynn und Bassistin und Sängerin Guro Gikling liefern sich hier zwischen Fanfaren und karibischen Rhythmen ein zauberhaftes Duett und laden immerhin zum raschen Mitschunkeln ein.

„L Is For Loose“ strahlt dagegen wiederum eine ganz andere Stimmung aus und bringt Funk-Elemente ein, während Giklings Laut-Gesang sich im Refrain auch in der Lautstärke steigert.

Nur einer der vielen interessant Aspekte von All We Are: Gitarrist Luis Santos ist bei einigen Songs ebenso als Leadsänger aktiv. Deshalb kommt es nicht nur bei der rein instrumentellen Aufstellung des Elektro-Trios zu breiten Variationen.

Beinahe jeder Song entwickelt so seinen eigenen Klang und könnte genau so gut von einem völlig anderem Künstler stammen – allerdings klingen die Stücke nie zu verfremdet vom Rest auf „Providence“.

Und so fühlen sich die ersten Sekunden eines neuen Songs auch ein wenig wie ein Griff in eine hochwertige Themen-Wundertüte an. Im 80s-Dramatik versprühenden „When You Cry“ beispielsweise steht zunächst der Bass im Vordergrund, auch wenn der Song abermals eher vom intensiven Stimm-Duett angeführt wird.

All We Are gelingt es hier wie auf den restlichen Stücken von „Providence“ elektronische Elemente ebenso zu präsentieren, wie die Saiten-Instrumente und Drums der Band. Ein Sound, der faszinieren kann.

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