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Elderbrook (Credit Warner Music)

Elderbrook – Why Do We Shake In The Cold?

Seit vielen Monaten sehnt die Elektro-Community dem Debütstart ihres neuen Heroen herbei. Glücklicherweise hat das Warten nun endlich ein Ende. Alexander Kotz alias Elderbrook präsentiert dieser Tage seinen ersten Longplayer und fragt sich dabei: „Wy Do We Shake In The Cold?“

Nun, lieber Alexander, die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass so manch Anhänger von elektronischen Club-Pop-Sounds nach dem Hörgenuss dieses Albums hier wohl nie wieder in seinem Leben vor Kälte zittern wird.

Der Grund dafür liegt bereits nach dem ersten Durchlauf auf der Hand: Elderbrook hat seine Hausaufgaben gemacht. Und das nicht nur in punkto Songwriting und Atmosphäre.

Mit seinem glasklaren Organ, das phasenweise an eine erwärmende Mischung aus Chris Martin und Tom Odell erinnert, zaubert Eldenbrook beinahe im Minutentakt Gesangsharmonien aus dem Hut, die sich vehement und nachhaltig in den Gehörgängen festsetzen.

Die erste Hälfte des Albums ist vielleicht das Beste, was die pop-affine Club-Szene derzeit zu bieten hat. Zwischen dem betörenden Auftakttänzer „All My Love“ und dem bestens gelaunten Halbzeithüpfer „Down By The Bay“ ist einfach kein Platz für schlechte Vibes. Hier regieren pulsierende Club-Kost und lyrischer Tiefgang.

Elderbrook zelebriert seine Kunst in einer emotionalen Schnittstelle. Hart trifft auf weich. Je tiefer man hineintaucht, desto mehr wird man vereinnahmt von einer bezirzenden Sound-Trance, die auch im zweiten Teil des Albums alles und jeden in ihren Bann zieht.

Eingängige Melodien treffen auf zischende Hi-Hats, pumpende Beats und wabernde Synthieflächen. Hier ergeben sogar blubbernde Effekte auf der Gesangsstimme Sinn, die bereits jetzt große Lust auf die kalte Jahreszeit machen („Next December“).

Kann man eigentlich auch vor Freude zittern?

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