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Working Men’s Club (Credit Andy Nicholson)

Working Men’s Club – Working Men’s Club

Zurück in die Synth-Pop-Zukunft. Ein knackig kurzes und sehr überzeugendes Debütalbum bringen Working Men‘s Club hier in die Welt.

Als Bandleader wird der gerade mal 18-jährige Sydney Minsky-Sargeant auf der Webseite ihres Labels Heavenly Recordings ausgewiesen, der sich für Vocals, Gitarre, Drum Machine und Synthies auszeichnet und eine junge Truppe an Mitstreitern um sich gescharrt hat, die nach mehreren Besetzungswechseln ihren Sound von Gitarren- zu Synthie-Klängen verschoben haben.

Aus West Yorkshire stammend, deutet hier nicht nur der Name Traditionsbewusstsein an (Working Men‘s Club steht für eine historische englische Arbeiterklassenvereinigung), ihr Synth-Pop ist durch und durch Vintage und eine Reminiszenz an die frühen Achtziger und ihre Blütezeit der eingängigen Synthie-Melodien.

Aber ihr selbstbetiteltes Debüt ist mehr als nur nachmachende Retro-Manie. Den Puls der Zeit leiht sich das junge Quartett vom 4/4-Takt von House und Techno, das lässt ihr Synth-Pop schwitziger, treibender und rasanter erscheinen.

Doch dabei bleibt es nicht. Zusätzlich integrieren sie Indie-Rock-Gitarren, die ihren Sound vollends eine schöne und erfrischende Einmaligkeit geben. Vintage und Heutiges vereint sich bei Working Men‘s Club auf überzeugende Weise.

Die Songs sind kurz genug gehalten, dass man sie sofort wieder hören will, keine der überzeugenden Melodie-Läufe ergießt sich in Überlänge, was bei regem Einsatz von Synthesizern im Pop schnell passieren kann.

Allein fehlt es diesem Album an den großen, hängen bleibenden Hits. Jeder Song ist talentiert, aber eben kein absoluter Knaller.

Man muss aber kein Prophet sein, um nach genauer Observation von „Working Men’s Club“ zu dem Schluss zu kommen, das die großen, eine Szene für einen Sommer, einen Herbst, beherrschenden Hits, hier wahrscheinlich unmittelbar bevorstehen. Erfrischend.

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