HÆCTOR aus Hamburg haben gestern ihre erste Single “Elephant” veröffentlicht.

Wenn HÆCTOR mit ihrem knarzig-klangvollem Indierock in den Ring preschen, wird nicht an feinsinnig-ätzender Zeitkritik gespart. Doch statt mit wutverzerrten Gesichtern begegnet das Quartett aktueller Alltagstragik mit sympathisch-lässigem Humor und einer Extraladung Zuversicht. Und statt ihre Hörer*innen in Selbstmitleid zu ertränken, lassen sie es Mate-Tee und Espresso regnen.

Wütend und frustriert basteln HÆCTOR seit 2017 an den schonungslos zeitlosen Hymnen, Apelle an ihre selbst optimierte Generation. HÆCTOR ist die warme Hand, die dich mit einem Lächeln nach oben zieht und dann zum ekstatischen Tanz auffordert. Ablehnung ausgeschlossen.

Die Luft muss brennen. Knarzige und teils verfremdete Bässe von Lena treffen auf kraftvoll flirrende Gitarren von Chris. Atmosphärische Keyboard-Flächen und wummernde Beats kommen von Christoph. Ausdrucksstarke  Zeilen jagt Sänger Martin ganz im Stil eines Baritons durch die breite Tonlage seiner stürmisch-sensiblen Stimme.

Die von HÆCTOR erschaffene Klangwelt mündet in Melodien zum Niederknien, die zwar die Weitläufigkeit des Stadions schätzen, aber am Ende doch den ranzigen Indie-Schuppen vorziehen.

Trotz all der Dramatik ihrer Musik brennt bei HÆCTOR live (sobald sie wieder dürfen) geradezu kathartisch und emotional die Luft, wie die vier Musiknerds bei zahlreichen Gigs in Hamburg z.B. in der Hebebühne, der Astrastube oder auf der Reeperbahn  bereits bewiesen haben.

Die Debütsingle beschäftigt sich mit dem Thema Selbstentfremdung im Job. Bist du bereit, deinem so sauerstoffarmen Leben einen kleinen Sonnengruß zu spendieren?

haector.com/

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