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Loney Dear – A Lantern And A Bell

Die bisherige musikalische Reise von Emil Svanängens alias Loney Dear war geprägt vom “manischen Glauben an Perfektionismus” (Auszug aus dem aktuellen Pressetext). Eher in Collagen aufbereitet, suchte die Musik des schwedischen Songwriters, der bereits bei Sub Pop veröffentlichte und jetzt beim Label von Pop-Altmeister Peter Gabriel (Real World) unter Vertrag steht, stets die Ausfahrt in eine ganz spezielle Richtung.

Mit seinem neuen Studioalbum “A Lantern And A Bell” bricht Loney Dear nun mit der Vergangenheit. Gemeinsam mit seinem Freund und Produzent Emanuel Lundgren begibt sich der Sänger mit der markanten Falsettstimme auf neues Terrain.

Reduziert bis auf das songwriterische Fundament und lediglich begleitet von atmosphärischen Klavierthemen, minimalistischen Geräuschkulissen und dem mystischen Rauschen der Ozeane, schlagen die Songs auf “A Lantern And A Bell” ein neues Soundkapitel in der Geschichte von Loney Dear auf.

Einzelne Songs gesondert rauszupicken fällt schwer. Durchgehend in Moll gehüllt, präsentieren sich die insgesamt neun Tracks nur ganz selten in gängigen Strukturen. Es geht hier eher um einen sich schließenden Klangkreis, der Gefühle wie Sehnsucht, Hoffnung und Einsamkeit weckt und füttert.

Noch am ehesten schmiegt sich die Single “Trifles” an mainstreamige Schemen. In wellenförmiger Dynamik stapelt Loney Dear stimmungsvolle Soundbilder. Ein pulsierendes Klangstillleben, zweigeteilt, aber durchgehend aufwühlend und berührend.

Der halbstündige  “A Lantern And A Bell”-Studiotrip führt den Hörer an steinige Küsten, raus aufs weite Meer und hinab in den maritimen Schlund, aus dem sich der warme Sound von “Liedern voller Lachen und Dunkelheit” ins Freie schält.

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