Bonnie ‘Prince’ Billys bislang letztes Soloalbum war das 2019 erschienene „I Made A Place“, das laut MusikBlog-Review „optimistischer klingt, als der derzeitige Zustand der Welt es verdient hätte.“ Das heißt allerdings nicht, dass der Musiker sich in der Zwischenzeit ausgeruht hätte: Gemeinsam mit Bill Callahan veröffentlichte er einige Coversongs, kündigte ein Album namens „Superwolves“ mit Matt Sweeney an und legt jetzt schon wieder nach. Am vergangenen Freitag erschien die EP „Three Feral Pieces“, eine Zusammenarbeit mit Nathan Salsburg und Max Porter.

Nathan Salsburg arbeitete in der Vergangenheit schon des Öfteren mit Will Oldham, so Bonnie ‘Prince’ Billy bürgerlich, zusammen. Im letzten Jahr hat er außerdem die beiden Platten „Landwerk“ und einige Monate später „Landwerk No. 2“ veröffentlicht. Letztere entstand „in den Tiefen des Spätsommers und frühen Herbstes, als politische/soziale/existenzielle Verzweiflung am schwersten wog“. Auf den „Three Feral Pieces” spielt Salsburg Gitarre.

Der Autor Max Porter schrieb die Songtexte für alle drei Stücke der EP. Auch er arbeitet nicht zum ersten Mal mit Oldham zusammen: Im letzten Jahr veröffentlichten sie gemeinsam ein Buch, das den Titel „It’s Going To Be A Bright New Day: Would You Rather, With Bonnie Prince Billy“ trägt. In diesem stellt Porter dem Musiker Entscheidungsfragen aus breit gefächerten Themengebieten.

„Three Feral Pieces“ kam zustande, als Porter Salsburg Textfragmente schickte, um diese zu vertonen. Salsburg lud seinen Nachbarn Bonnie ‘Prince’ Billy ein, an der musikalischen Übersetzung mitzuwirken. Über das Ergebnis sagt ein Begleittext zur EP: „„Three Feral Pieces” is the outcome of their satellite collaboration: composite chants/yearning rites/spring gifts/field notes/anthropocene love spells.“

Auf der neuen Extended Play wirkt außerdem Joan Shelley mit, die Wurlitzer spielt. Die physische Fassung der EP ist auf weniger als 1.000 Exemplare begrenzt und zeichnet sich durch eine Radierung auf der B-Seite der Platte aus.

Ab Mai soll diese auch in Geschäften und bei Streaming-Diensten verfügbar sein. Auf Bandcamp gibt es die drei neuen Songs bereits zu hören.

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