Sorry – Twixtustwain – Neue EP

Die Indie-Welt hat endlich einen gebührenden Nachfolger für Sparklehorses „Vivadixiesubmarinetransmissionplot“. Der nächste, potentiell legendäre Zungenbrecher-Titel ist die neue Sorry-EP „Twixtustwain“.

Nein, untätig war die Londoner Band in letzter Zeit ohnehin nicht. Seit ihrem Debütalbum „925“ letztes Jahr haben sie zum Beispiel zusammen mit Bands wie Black Midi und Black Country, New Road ihren Beitrag geleistet, die beliebte Konzert-Location in Brixton zu retten und haben dafür das Live-Album „A Night At The Windmill“ veröffentlicht. Nach der Doppel-Single „Cigarette Packet/Separate“ vor ein paar Wochen haben sie jetzt eine EP herausgebracht.

Die beiden Songs haben schon einen ambitionierten Sound angekündigt, den die restlichen Tracks jetzt bestätigen. Mit einem klar experimentelleren und elektronischeren Klang sind die fünf Titel mit die stärksten, die die Band bisher auf den Markt gebracht haben. Allen voran „Cigarette Packet“, der wohl auch auf „925“ der beste Song gewesen wäre.

Parallel zu “Twixtustwain” hat das Duo um Asha Lorenz und Louis O’Bryen übrigens auch ihre ersten Mixtapes “Home Demo/ns Vol I.” und “Home Demo/ns Vol. II” aus dem Jahr 2017 auf sämtlichen Streaming-Diensten veröffentlicht.

Zu ihrer EP haben sie zusätzlich einen Full-Length-Videoclip produziert, in dem jedes Lied ein eigenes Kapitel und eine eigene Optik erhält. Im Opener „Things To Hold Onto“ zum Beispiel, haben sich die Briten für eine verstörende Bildcollage von Straßenmüll – inklusive schaurigen Tierkadavern – entschieden. Ironischerweise also alles, woran die Großstädter nicht mehr festhalten wollten.

Viel bekömmlicher geht es in „Don’t Be Scared“ zu. Mit ganz viel Hobbyfilm-Charme führt Sorry durch ihre Heimatstadt. Getoppt wird das nur im Closer „Favourite“, in dem der Schoßhund des Duos in die Hauptrolle schlüpft, „musiziert“, am Strand spielt und zum Abschluss des anstrengend Tages ein Eis bekommt.

Die liebevoll konzipierten Videos untermalen die verspielt komponierten und arrangierten Lieder, bei denen mal Lorenz, mal O’Bryen die Lead-Vocals übernimmt. „Twixtustwain“ nur als eine Übergangs-EP nach dem Debütalbum darzustellen, wird ihr nicht gerecht. Wer so viele Highlights einfach mal in der Hinterhand hat, hat in Zukunft noch ganz große Dinge vor.

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