Thees Uhlmann – Club 27 – Neue Single

Kurt Cobain, Janis Joplin, Amy Winehouse… die Gästeliste des Club 27 ist mit begnadeten Musiker*innen bestückt, aber auch schmerzhaft lang. Thees Uhlmann besingt in seiner neuen Single die Schnelllebigkeit von Legenden und die Gefahr selbst unfreiwillig einer von ihnen zu werden.

Ausnahmsweise hat der ehemalige Tomte-Frontmann das Songwriting anderen überlassen. Das Lied stammt von niemand geringerem als von dem Schriftsteller Benjamin von Stuckrad-Barre (u.a. „Soloalbum“ und „Panikherz“). Dieser hat den Song zusammen vor ein paar Jahren in Los Angeles mit dem Sänger und Komponisten Robin Grubert geschrieben und jetzt von Uhlmann vertonen lassen.

Noch im gleichen Kalifornien-Aufenthalt schrieb Stuckrad-Barre seinen Erfolgsroman „Panikherz“. Die Inspiration für das Lied als auch das Buch liegen vor allem im Leben des Autors selbst. In dem autobiografischen Buch erzählt er von seiner Kokainsucht, seinem Alkoholismus und seiner Essstörung. Es beschäftigt sich mit der Zeit, in der Stuckrad-Barre hartnäckig an seiner Bewerbung für den exklusiven Club gearbeitet hat – glücklicherweise ohne Erfolg.

Dass der Release des Albums für den 5. April angesetzt wurde, ist kein Zufall. Es ist der 27. Todestag von Kurt Cobain. In einem Instagram-Post zeigt der Buchautor neben dem Nirvana-Mastermind, Jimi Hendrix und Jim Morrison aber auch mehrere Club-Mitglieder, die im Vergleich zu den großen Namen etwas untergehen: Brain Jones von den Rolling Stones oder auch Nicht-Musiker wie den Künstler Jean-Michel Basquiat.

Thees Uhlmann beschreibt in „Club 27“, wie er durch die Nächte zieht, sich gehen lässt und auch mal als Udo Lindenberg ausgibt, nur um dann trotzdem nicht am Türsteher vorbeizukommen. Die Geschichte von Stuckrad-Barre und Grubert verkörpert Uhlmann als wäre es seine eigene: „Ich taumelte am Abgrund lang/ Kübelweise Zaubertrank/ Ein Wunder, dass mein Herz noch so häufig schlägt.“

Dass es alle Beteiligten bis jetzt überlebt haben, um uns dieses unerwartete Musik-Literatur-Crossover zu präsentieren, war anscheinend keine Selbstverständlichkeit. Gott sei dank, haben sie es alle geschafft – nicht nur, wegen diesem einen Song.

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