Aniqo – Deep Sea Fish – Videopremiere

Aniqo veröffentlichen das neue Video zu ihrer Single “Deep Sea Fish”, das nach “Must Surrender” bereits der zweite Vorbote für das Debütalbum “Birth” ist. Das Video feiert heute auf MusikBlog premiere, die Platte erscheint im Februar 2022 via Springstoff/Slowtrane.

Bereits der Titel ist wegweisend für die weitere Reise des Songs, denn in den ersten Sekunden des Videos von Matthias Pfeiffer taucht man, begleitet von einer sachte gespielten Gitarre und ruhig schimmernden Hintergrundsphären, in eine schwarze Unterwasserwelt ein. Dort trifft man Bandleaderin Anita Goß, die in unbehaglich schöner Szenerie als gefallener Engel in Dunkelheit verharrt.

Mit ihrer rauchigen Stimme besingt die Musikerin die Erkenntnis, die bereits Sokrates vor über 2.000 Jahren beschäftigte: “Ich weiß, dass ich nichts weiß.” Das schier endlose Wasser spiegelt dabei die nicht enden wollende Erkenntnis wider, in die man im Laufe des Lebens abtaucht – “deeper and deeper”, wie es im Chorus heißt.

Nach dem verstörend treibenden Dark Wave der ersten Vorabsingle “Must Surrender” wirkt “Deep Sea Fish” wie ein hoffnungsvoller Lichtschimmer in den obskuren Schichten der Tiefsee, in der alles in Zeitlupe fließt und man sich von den sanften Wogen des Meeres mitreißen lässt.

Passend dazu schwillt auch der Song mit seiner halligen, reduzierten Instrumentierung an, wird wieder langsamer und bleibt stehen, nur um wieder eine unverhoffte Kakophonie aus Gitarre, Klavier und wabernden Synthesizern im Hintergrund loszulassen.

Die Wahlberlinerin Goß erzählt, wie die Grenzenlosigkeit des menschlichen Verstands überwältigend, aber auch heilend sein kann: “Immer wenn ich denke, ich hätte etwas verstanden, zeigt mir das Leben eine neue Perspektive. Es ist ein endloser Prozess, ein Weg durch Emotionen, Erfahrungen, eine Zerreißprobe.”

Mit dem im Februar nächsten Jahres erscheinenden Debütalbum zelebrieren Aniqo das Zusammenspiel von Hell und Dunkel, von Verzweiflung und Hoffnung und zeigen auf, dass Yin nicht ohne Yang überleben kann.

Die beiden Singles verdeutlichen dazu bereits, wie leichtfüßig die Band mit minimalistischen Arrangements und subtilem Songwriting vielschichtige und emotional tiefgreifende Traumwelten errichtet.

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