Yard Act haben ihre neue Single “Payday” samt Musikvideo herausgebracht. Damit liefern die Briten bereits den dritten Track aus ihrem kommenden Debütalbum “The Overload”.

Zuvor hatte das Quartett bereits “Land Of The Blind” und den Titeltrack ihrer ersten Platte veröffentlicht, die am 21. Januar erscheint.

Laut Frontmann James Smith hatte sich die Band aus dem englischen Leeds vornehmlich gegründet, weil die vier Musiker ihre Freude an Live-Shows ausleben wollten: “Aber sehr schnell haben wir gemerkt, dass wir es einfach lieben, Songs zu schreiben.”

Nach nur drei gemeinsamen Konzerten legte die globale Covid-Pandemie den Live-Sektor allerdings lahm und Yard Act hatten keine andere Wahl, als sich ausschließlich auf ihr Songwriting zu konzentrieren und ihre persönliche Stimme zu entwickeln.

Heraus kam ein rotziger, post-punkiger Garage-Rock-Sound, der mühelos an Slacker-Größen wie Art Brut oder Parquet Courts heranreicht. Besonders sticht Smiths lässiger Sprechgesang hervor, der zwischen Langeweile und Sarkasmus über Kapitalismus und soziale Ungleichheit philosophiert.

Seinen markanten Ton hatte Smith auch mit der Resonanz der Fans im Hinterkopf entwickelt: “Positive Verstärkung ist die Art und Weise, wie man die stärksten Teile erforscht und bis zum Äußersten treibt. Und unser Extrem besteht darin, dass ich viel rede – ich rede, bis der Track zu Ende ist.”

Genau das tut der Musiker auch in “Payday”: Smith lässt einen Redeschwall über Geldgeilheit und den negativen Wandel in Städten ab, während seine Band mit schrägem und tanzbarem Indie-Rock in Richtung Talking Heads und Franz Ferdinand den musikalischen Unterbau bildet.

“Es geht um Gentrifizierung, Klassenfetisch und wie das menschliche Gehirn so mächtig ist, dass es mit genügend Zeit und Rechenleistung in der Lage ist, die Handlungen jedes von ihm kontrollierten Menschen zu rechtfertigen, zu verteidigen und/oder weiter zu begehen”, so der Sänger.

Die Botschaft des Tracks unterstreicht die Band mit dem dazugehörigen Video, in dem der Frontmann mit bunten Geldscheinen um sich wirft, während in anderen Einstellungen Menschen in Lumpen auf bizarre Weise um Salatköpfe tanzen.

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