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DC Gore – All These Things

Inspiriert von Neil Tennant, Jarvis Cocker und all den schillernden Figuren vergangener Synth-Pop-Glanzzeiten wagt Ex-Little-Cub-Frontmann Dominic Gore alias DC Gore dieser Tage den Sprung ins Solo-Abenteuer.

Bereits mit den beiden Single-Vorboten “California” und dem zuletzt für Aufsehen sorgenden “Nietzsche On The Beach” zeigt der Londoner, dass er ein feines Gespür dafür hat, sarkastische und kritische Texte mit tanzbarer Harmonie zu vereinen.

Vom flirrenden Keyboard-Chaos im eröffnenden “Millenium People” über unterschwellige Karibik-Pop-Vibes (“Need You Tonight”) und melodisch treibende Liebeserklärungen (“I Like You”), bis hin zu flirrender Dancefloor-Ekstase (“Sisyphus”) und der abschließenden Vereinigung aller relevanten Projektdetails zu einem bezirzenden großen Ganzen (“All These Things”) spannt der Hauptprotagonist einen festen Spannungsbogen, mit dem er vor allem bei Anhängern von Pulp, den Pet Shop Boys und Depeche Mode offene Türen einrennt.

DC Gore schert sich nicht um aktuelle Trends und Hypes. Dem Briten geht es vielmehr um eine Hommage. Mit seinem synthetisierenden New-Wave-Art-Pop dreht DC Gore die Zeit zurück. Eingepackt in eine moderne Produktion, die ohne viel Firlefanz auskommt, kommen aber auch Freunde neuzeitlicher Pop-Klangpakete auf ihre Kosten.

Schlussendlich kommt es zu einer nachhaltigen Verschmelzung, die das Beste aus zwei unterschiedlichen Zeitphasen vereint. “All These Things” ist ein beeindruckender Kniefall, der zudem noch mit einer eigenständigen Attitüde glänzt. So holt sich DC Gore gleich mit seinem ersten Solo-Album diverse Pop-Semester ins Fan-Boot. So ein Solo-Unterfangen kann definitiv schlechter starten.

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