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Die Farbe Gelb kann für vieles stehen: etwa für Sommer, Sonne, Heiterkeit, für Wärme und Helligkeit in der Welt. Sie tritt aber ebenfalls als Warnfarbe auf, kann schrill wirken und symbolisiert auch gerne Neid und Gier.

Welche Assoziation zieht man allerdings, wenn man die Social-Media-Präsenzen von The Planetoids der vergangenen Monate betrachtet? Der erste Eindruck ist nämlich: ziemlich viel Gelb – gelbe Kleidung, gelbe Artworks, eine überwältigend gelbe Welt.

Allerdings ist es ein sanfter Ton, den die Band aus Hannover verwendet: Oftmals im Kontrast zu schwarzen Hintergründen und weißen Akzenten wirkt die gelbe Note wie ein warmer Sonnenstrahl, der sich als Hoffnungsschimmer durch die Tristesse bohrt.

Diese doch eher heitere Atmosphäre erweitert das Trio auch auf sein Debütalbum „The Aerodynamics Of A Cow“: Das negativste Gefühl, das beim leichtfüßigen Mix aus Indietronic und Synth-Pop erlaubt ist, ist süße Melancholie.

Zum Schmachten sind die zehn Songs perfekt geeignet – solange dies auf dem Dancefloor geschieht. Tanzbarkeit blutet großzügig durch, ohne zu aufdringlich zu sein. Statt einem unsanften Schubser hält das Album die Hand einladend zum slow dance hin.

Dieser ist auch angebracht, denn so subtil und bedächtig The Planetoids grooven, so lieblich zeigen sie sich in ihren Melodien, die wie köstlicher Honig fließen.

Hoch schichtet die Band dabei nie und lässt jedem Instrument angenehm viel Platz zum Atmen. Jeder minimalistische Riff, jede Gesangs-Hook und jeder Schlagzeug-Beat ist wohlbedacht platziert und geht im Gesamten niemals unter.

80er-Tanzmusik in sanft, 00er-Indietronics in entschleunigt: „The Aerodynamics Of A Cow“ bildet das gefühlvolle Fundament für Songs über Zwischenmenschlichkeit und die kleine, bunte Welt im eigenen Kopf.

Von „Was wäre, wenn“-Szenarien über Tagträumereien bis hin zu Beziehungen, die kurz vor dem Ende stehen, finden The Planetoids ehrliche, aber durchdachte Worte in ihren Texten, die dann und wann mit der Vernunft und dem eigenen Verstand ringen, jedoch immer auf Authentizität und emotionaler Intelligenz fußen.

„The Aerodynamics Of A Cow“ ist nun so viel mehr als nur der Name eines amüsanten Memes: Es ist der Name eines Debütalbums, das berührt, beschwingt und im Ohr bleibt. Ganz in Gelb.

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