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Bill Ryder-Jones – This Can’t Go On – Neue Single

Heute erscheint „This Can’t Go On“, die neue Single von Bill Ryder-Jones und die erste Auskopplung aus seinem Album „Iechyd Da“, das er hiermit für den 12. Januar 2024 ankündigt – nach fünf Jahren kreativer Pause.

Da sind sie wieder, die Geigen und der Chor, die akustische Gitarre und die zurückhaltende Stimme und drehen sich ein paar Mal im Kreis, während ein sehr britisch aussehender Junge – das Alter Ego des Künstlers – sich im Video durch ein scheinbar menschenleeres Dorf treiben lässt.

Bill Ryder-Jones, der schon viel Erfahrung mit Filmmusik sammeln konnte, orchestriert seine neue Single so satt und aufwändig, dass es schon fast dröhnt. Der Pathos lässt in keiner Minute wirklich nach, es klingt wie der Abschluss-Song eines Soundtrack für einen romantischen Film.

Wenn da nicht der Gesang wäre. Man hört aus der Stimme nichts Romantisches, nichts Hoffnungsvolles und nichts Beruhigendes. „This Can’t Go On“ heißt der Song. So kann es nicht weitergehen. Diese beunruhigende Unstimmigkeit und diese Mischung aus verschiedenen Elementen, die nicht so richtig zusammen wollen, ist bezeichnend für das gesamte Werk von Ryder-Jones und fasst alle Alben zusammen, obwohl keines dem anderen ähnelt.

Wie schrieb der MusikBlog über das Album „Yawn“? „Statt sich für eine Richtung zu entscheiden, packt der Brite in ‚Yawn‘ alles zusammen und zaubert so einen Blumenstrauß, der zwar in keine Vase passt, aber dafür wunderschön bunt ist.“

Bill Ryder-Jones macht keinen Hehl aus der Tatsache, dass er meistens über sich selber schreibt. Er verschweigt auch seine Depression nicht und hat sogar einen Song geschrieben, in dem er darüber singt, wie ihn die Anti-Depressiva die Libido gekostet haben. Und so ist auch dieser Song ein Gradmesser seiner persönlichen Stimmung und es bleibt abzuwarten, wohin uns die anderen Titel des neuen Albums führen werden.

Dieses wird den walisischen Titel „Iechyd Da“ tragen, was übersetzt „Gute Gesundheit“ bedeutet. Ryder-Jones hat über das Album gesagt: „Im Grunde genommen mache ich wieder mit mir selbst weiter, aber dieses Mal bin ich als Produzent ein bisschen kompetenter.“

Er liebe dieses Album, hat er noch angefügt, und uns – außer Depression und „So geht’s nicht weiter“ – auch Songs voller Hoffnung, Schönheit und Freude versprochen. Dann wünschen wir ihm bis dahin „gute Gesundheit“!

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