Tom Smith, der charismatische Frontmann der Editors, hat diese Woche seine Debüt-Solosingle „Lights Of New York City“ inklusive Musikvideo veröffentlicht.

Tom Smith wagt sich auf Solopfade und zeigt dabei eine Seite, die seine Fans so noch nicht kannten. Während seine Hauptband für epische Soundlandschaften und dramatische Arrangements bekannt ist, präsentiert sich Tom Smith hier überraschend reduziert und verletzlich.

Die Inspiration für diesen künstlerischen Richtungswechsel liegt in seinem Bedürfnis nach musikalischer Authentizität. „Künstlerisch wurde mir klar, dass ich etwas machen wollte, das die Songs, die ich schreibe, reiner darstellt.“, erklärt er seine Motivation.

Nach zwei Jahrzehnten mit den Editors und mehreren Alben als Smith & Burrows mit Andy Burrows (Razorlight, We Are Scientists) sehnte sich der Musiker nach einer intimeren Herangehensweise an seine Kompositionen.

Tom Smith arbeitete für diesen Track mit dem irischen Singer/Songwriter Iain Archer zusammen, der ihm dabei half, seine musikalischen Ideen zu entwickeln und umzusetzen.

Das Ergebnis ist eine überraschend persönliche Seite des Künstlers, der normalerweise eher für bombastische Indie-Rock-Hymnen bekannt ist. „Ich hatte schon immer die Berufung, traurige Lieder zu schreiben und zu singen“, gesteht Smith ohne jede Koketterie.

Den Song selbst beschreibt er als Sehnsucht nach verlorener Jugend. „‚Lights Of New York City‘ ist ein Lied, das auf das großäugige Staunen zurückblickt, das in einem früheren Kapitel meines Lebens herrschte“, so Tom Smith über seinen Track. Diese nostalgische Schwermut durchzieht das gesamte Stück und macht es zu einem emotional aufgeladenen Hörerlebnis.

Aufschlussreich ist dabei der Produktionsansatz: Während bei den Editors die Songs oft zu „etwas Größerem, oft etwas Konfrontativerem“ heranwachsen, wollte Tom Smith diesmal bewusst nah am ursprünglichen Kern des Songs bleiben – schlicht und ungeschminkt.

Das von Niall Trask produzierte Musikvideo unterstreicht diese intime Atmosphäre perfekt. Der Sänger bewegt sich bedächtig durch verschiedene Naturkulissen – mal unter trüben Wolken, mal zwischen Bäumen oder am Wasser.

Mit seiner Gitarre unter freiem Himmel stehend, während der Wind durch seine Haare weht, verkörpert er pure Melancholie. Diese natürliche Umgebung spiegelt die Einfachheit seiner neuen musikalischen Richtung wider und schafft eine fast schon meditative Stimmung.

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