Nach einer fünfjährigen Studiopause meldet sich Schottlands Singer/Songwriter-Aushängeschild Amy Macdonald endlich mit einem neuen Album zurück. Die Titelfrage „Is This What You’ve Been Waiting For?“ beantwortet die große Fanschar der Sängerin sogleich mit einem lautstarken Jubelschrei.
Forsch und tanzbar eröffnet Amy Macdonald ihr neues Schaffen und sprüht dabei nur so vor Spielfreude. Das komplette Band-Konstrukt erzeugt ordentlich Druck. Die Füße wippen sofort im flotten Takt mit.
Das musikalische Fundament hat sich auch nach zwei Jahrzehnten im Business nicht verändert. Die 37-jährige Liedermacherin kann sich immer noch auf ihre markante Stimme verlassen, die mit ihrem heimatverbundenen Akzent daherkommend, jedem Fan der ersten Stunde sofort ein glückliches Lächeln ins Gesicht zaubert.
Dahinter ebnen poppige Melodien, klassische Singer/Songwriter-Strukturen und die eine oder andere Prise Kitsch einen Weg, dem zigtausende Hörer*innen überall auf der Welt gerne folgen.
Zwischendurch biegt Amy Macdonald aber auch mal ab. Im Sommer 2025 lockt beispielsweise die Tanzfläche, mitsamt Discokugel und Trockeneisnebelmaschine („Can You Hear Me?„).
Gerne schmeißt die Schottin aber auch mal den Rock-Motor an und wandelt auf den Spuren von Bruce Springsteen und Dave Hause („Forward“).
Die Achtziger sind auch mit dabei („It’s All So Long Ago“), genauso wie ganz viel Zartbitterschmelz („One More Shot“) und gängige Hausmannskost für Branchenliebhaber („I’m Done“, „We Survive“).
Schlussendlich sucht man das ultimative Highlight genauso vergebens wie den einschläfernden Rohrkrepierer. Amy Macdonald liefert ab – und zwar solide bis gut.
Das kann man feiern. Das kann man aber auch einfach nur zur Kenntnis nehmen. Wer sich mit niemandem anlegen will, der bewegt sich irgendwo dazwischen.
