Black Sea Dahu haben vor Kurzem ihre neue Single „One Day Will Be All I Have“ veröffentlicht. Der Song stammt von ihrem neuen Album „Everything“, das am 20. Februar 2026 via Mouthwatering Records erscheint.
Die neue Single taucht tief in die Welt der Trauer ein, und Black Sea Dahu schaffen es dabei, aus dem Schmerz etwas Zärtliches zu formen. Frontfrau Janine Cathrein öffnet mit diesem Song ihr Herz auf eine Weise, die einen sprachlos macht – und gleichzeitig zum Zuhören zwingt.
Was hier entstanden ist, lässt sich kaum in Kategorien pressen. Es ist Indie-Folk, ja, aber auch Kammerpop und etwas, das man vielleicht „musikalische Therapie“ nennen könnte. Cathrein singt von Gärten und gelben Transportern, von väterlichen Ratschlägen und der Leere, die bleibt, wenn jemand plötzlich nicht mehr da ist. „Oh I’m not myself / Tend to blend into the background these days“ – diese Zeilen treffen wie ein sanfter Schlag ins Gesicht.
Black Sea Dahu haben sich seit ihrem Debütalbum „White Creatures“ (2018) kontinuierlich weiterentwickelt, ohne dabei ihre Authentizität zu opfern. Nach „I Am My Mother“ (2022) und „Live In Zürich And Bern“ (2024) folgt nun mit „Everything“ ein Werk, das noch tiefer gräbt – und dabei überraschend hoffnungsvoll klingt.
Die Entstehungsgeschichte des Albums ist geprägt von existenziellen Fragen, die wohl jede*r kennt: Was passiert, wenn die Menschen gehen, die uns geprägt haben? Cathrein findet darauf keine einfachen Antworten, aber sie findet Musik. „Nur in der Musik schaffe ich es, mit dieser Trauer zu sitzen, ohne verrückt zu werden“, erklärt sie – und genau das hört man in jeder Note.
Das Streichquartett Amour Sur Mars und die Arrangements von Janos Mijnssen und Gina Été verleihen dem Song eine cinematische Qualität. Man könnte meinen, einem Film zu lauschen, der im Kopf abläuft – voller Erinnerungen, die wie Geister auftauchen: „I wish it was you / driving up in your van / that has always been yellow.“
Black Sea Dahu bleiben ihrer Linie treu: Hier wird nicht für den Spotify-Shuffle komponiert. Sie erschaffen Räume zum Innehalten, zum Fühlen, zum Verarbeiten. „One Day Will Be All I Have“ ist ein Lied, das wehtut und gleichzeitig heilt – wie eine musikalische Umarmung, die einen nicht mehr loslässt.
