Miya Folick hat vorgestern ihre neue Single „Elton John“ mit einem Musikvideo veröffentlicht. Der Song ist Teil der kommenden Deluxe-Version ihres Albums „Erotica Veronica„, das ursprünglich im Februar 2025 via Nettwerk erschien und Anfang 2026 neu aufgelegt wird.
Mit ihrer neuen Single „Elton John“ zeigt sich Miya Folick so offenherzig und nahbar wie nie zuvor. Die Singer/Songwriterin aus Los Angeles widmet das ergreifende Stück ihrem verstorbenen Vater, ein emotionaler Schwerpunkt der Deluxe-Version ihres Albums „Erotica Veronica“, die Anfang 2026 erscheinen wird. Neben „Elton John“ enthält die Deluxe-Edition zwei weitere neue Songs, eine Demo-Version des Titelsongs „Erotica“ sowie „LTTL“, eine Zusammenarbeit mit dem Sänger Chrome Sparks aus Pittsburgh.
Schon in der ursprünglichen Version von „Erotica Veronica“, laut MusikBlog-Review ein mutiges, sinnlich-verspieltes Werk, lotete Folick die Tiefen queeren Begehrens in einer normierten Welt aus. Das Album vereint kluge Texte, stilistische Vielfalt und emotionale Wucht zu einem eindrucksvollen Klangbild. Zwischen Alt-Pop, Folk und verzerrten Gitarren entfaltet sich ein musikalisches Kaleidoskop, das ebenso introspektiv wie eingängig ist.
Mit „Elton John“ fügt Folick diesem Werk nun eine neue, tief persönliche Ebene hinzu. In einem berührenden Statement erzählt sie, wie der Song nach dem Tod ihres Vaters entstand. Wochenlang lebte sie im Elternhaus, gewöhnte sich behutsam daran, es nun „das Haus meiner Mutter“ zu nennen, und unterstützte ihre Familie in der schweren Zeit der Trauer und Vorbereitung auf die Beerdigung.
Die spätere Rückkehr nach Los Angeles wurde für sie zu einer inneren Reise, durchwoben von Erinnerungen, Musik und einem leisen Schmerz. „Ich fühlte mich ihm nah“, schreibt sie. „Er lebte einst auch in dieser Stadt, liebte Musik genau wie ich.“
Der Titel „Elton John“ trägt eine doppelte Bedeutung: Zum einen erinnert er an ein prägendes Konzerterlebnis ihres Vaters, der 1970 im legendären Troubadour in L.A. einen damals noch unbekannten Elton John live erlebte. Zum anderen symbolisiert der Name die verbindende Kraft der Musik zwischen Vater und Tochter. Ein Band, das selbst über den Tod hinaus Bestand hat.
Musikalisch zeigt sich „Elton John“ als eindringliche Piano-Ballade, reduziert auf das Wesentliche. Mit dem Song gelingt Miya Folick eine zutiefst berührende Reflexion über Verlust, Erinnerung und die bleibende Präsenz geliebter Menschen.
Der Track ist nicht nur ein intimer Einblick in ihre Trauerarbeit, sondern auch ein Trostspender für all jene, die ähnliche Erfahrungen teilen. „Wenn du beim Hören weinst“, so Folick, „bist du nicht allein. Es ist, als hätten wir gemeinsam geweint, durch Raum und Zeit.“
Auch das begleitende Musikvideo, in Schwarz-Weiß gehalten, inszeniert von Noah Kentis und geschnitten von Zoé Lawrence Kraft, verzichtet bewusst auf große Gesten. Stattdessen steht Folick selbst im Mittelpunkt, begleitet von Untertiteln mit dem Songtext. Eine visuelle Zurückhaltung, die den emotionalen Kern des Stücks umso deutlicher hervortreten lässt.
