Sudan Archives hat heute ihre neue Single „MS. PAC MAN” inklusive Musikvideo veröffentlicht. Der Song stammt von ihrem neuen Album „THE BPM“, das am 17. Oktober via Stones Throw Records erscheint.

Sudan Archives liefert mit ihrer neuen Single den Beweis, dass die besten Ideen oft aus den absurdesten Situationen entstehen. Der Track entpuppt sich als purer Hedonismus auf vier Rädern – oder besser gesagt: auf vier Vierteln.

Entstanden ist das Ganze durch eine ziemlich amüsante Familiensituation: Als Sudan Archives‘ Cousine Taylor mal wieder über zu viel Romantik in den Songs klagte und stattdessen „etwas Giftiges“ hören wollte, lieferte deren Ehemann Eric prompt den passenden Beat.

Taylors spontaner Ausruf „Steck es mir in den Mund“ wurde kurzerhand zu der Inspiration für die ziemlich unverblümten Lyrics – ergänzt um die nicht minder direkte Zeile „Und auf mein Bankkonto!“

Das Ergebnis ist ein Song, der sich komplett von Sudan Archives‘ sonst eher nachdenklichen Texten über Liebe und Herzschmerz verabschiedet. Stattdessen gibt es pure „Obszönität“, wie die Künstlerin selbst zugibt – und das mit einem Augenzwinkern, das zeigt, dass sie durchaus weiß, wie herrlich übertrieben das alles ist.

Der Track verkörpert dabei perfekt den Spirit ihres dritten Albums „THE BPM“, das eine „schillernde, verchromte Zukunft“ verspricht, in der alle ihren eigenen Rhythmus finden sollen.

Während ihre beiden letzten Alben noch in die Vergangenheit blickten, wagt Sudan Archives diesmal den Sprung nach vorn. Ihr 2022er Werk „Natural Brown Prom Queen“ zeigte bereits ihre Vielseitigkeit – MusikBlog schrieb damals im Review: „Von harten Rappassagen, souligen Parts hin zu fast in den Dream-Pop entgleitenden Titeln findet sich genügend Hörenswertes auf ‚Natural Brown Prom Queen‘.“

Das neue Werk entstand als echte Familienproduktion in Los Angeles, Chicago und Detroit, wobei die Musikerin selbst als ausführende Produzentin fungierte. „Dieses Album fühlt sich einfach sehr hausgemacht an“, erklärt sie den entspannten Entstehungsprozess.

Die Zusammenarbeit mit Verwandten erinnerte sie an alte Zeiten: „Als wir jünger waren, haben wir ständig zusammen Songs geschrieben, wir haben zusammen getanzt.“ Sudan Archives bewegt sich dabei mit einer Anmut und einem Selbstbewusstsein durch ihr bisher unterhaltsamstes Album, das ansteckend wirkt.

Das Musikvideo zu „MS. PAC MAN”, inszeniert von Aris Chatman, transportiert diese ausgelassene Energie gekonnt: Sudan Archives und ihre Crew tanzen in schwarz-weißen Outfits zu den Beats, bevor sich das Ganze zu einem psychedelischen Rausch steigert, in dem Emojis wild über den Bildschirm hüpfen.

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