Robyn hat gestern Abend ihre neue Single „Dopamine“ inklusive Musikvideo veröffentlicht.
Chemie, die zu Musik wurde – so lässt sich „Dopamine“, die erste Single der Pop-Ikone in sieben Jahren, vielleicht am besten beschreiben. Ein Song über das Verliebtsein im Zeitalter der Fitness-Tracker, über Gefühle, die sich mittlerweile per Smartwatch messen lassen.
Gemeinsam mit ihrem langjährigen Produzenten Klas Åhlund, der bereits für Madonna, Charli XCX und Kesha arbeitete, hat Robyn einen Track geschaffen, der die Spannung zwischen Herz und Hirn, zwischen Rausch und Rationalität perfekt einfängt.
Die Schwedin erklärt es so: „Jeder hat ein Smartphone, das den Puls misst. Und wir lernen Emotionen durch die Hormone und chemischen Substanzen in uns zu dekodieren.“ Einerseits großartig, andererseits der Grund, warum die Welt manchmal ziemlich scheiße sei – diese Idee, man könne das Leben irgendwie durchschauen und gewinnen.
Diese Zerrissenheit bildet das pulsierende Herzstück von „Dopamine“. Der Song pendelt zwischen dem überwältigenden Gefühl der Verliebtheit und dem nüchternen Wissen, dass dahinter letztlich nur Biochemie steckt.
Muss man sich zwischen Emotion und Erklärung entscheiden? Robyn findet: Nein. „Es geht nicht darum, zwischen Religion und Wissenschaft zu wählen, sondern beides nebeneinander zuzulassen und sich dazwischen zu bewegen.“
Schon in den vergangenen Monaten hatte Robyn für Aufregung gesorgt: mit David Byrne bei Saturday Night Live, einem Auftritt neben Charli XCX und Gracie Abrams, der Hymne „Life“ zusammen mit Jamie xx oder ihrer Beteiligung an Yung Leans und Charlis Version von „360“. Auch die Vertonung der Acne Studios Show 2025 in Paris trug ihren Namen.
Wo die schwedische Künstlerin auftauchte, wuchs die Vorfreude – immerhin hatte sie mit „Honey“ 2018 ein Album abgeliefert, das laut MusikBlog-Review als „geschmackvoll produziert, sinnlich, zuckersüß und absolut tanzbar“ in Erinnerung blieb.
Das Musikvideo zu der neuen Single stammt von der gefeierten Fotografin Marili Andre und zeigt Robyn in gewohnt reduzierter Ästhetik: frisches Gesicht, ihre charakteristische kurze blonde Frisur, ein schlichtes weißes T-Shirt vor blauem Hintergrund.
Sie tanzt, bewegt sich frei, der Wind weht durch ihr Haar. Später tanzt sie im Regen, Funken fliegen – pure, ungestellte Energie. Das Video ist so ehrlich wie der Song selbst: ungefiltert, intensiv und absolut echt.
