Savages haben vorgestern anlässlich des zehnjährigen Jubiläums ihres Albums „Adore Life“ eine Coverversion von Black Sabbaths „Paranoid“ und den bisher unveröffentlichten Song „Prayer“ veröffentlicht. Zu „Paranoid“ ist außerdem eine Live-Session erschienen.

Zum runden Geburtstag ihres zweiten Albums gibt es ein spätes Geschenk. Und zwar eines, das sich gewaschen hat: Savages kramen zum zehnjährigen Jubiläum zwei Songs aus der Schublade, die es damals nicht aufs Album geschafft haben.

„Paranoid“ und „Prayer“ heißen die guten Stücke, und sie klingen exakt so, wie die Band 2016 klang – keine Nachbearbeitung, kein Remix, nur pure Authentizität.

Das Londoner Quartett bestehend aus Ayşe Hassan (Bass), Fay Milton (Drums), Gemma Thompson (Gitarre) und Jehnny Beth (Gesang) bleibt seinem Ruf treu: kompromisslos, direkt, explosiv.

„Für uns sind diese Songs Momentaufnahmen einer ganz bestimmten Zeit“, schreiben die vier. „Und auch wenn wir sonst nicht besonders nostalgisch sind, geben sie einen neuen Blick auf die Band – oder erinnern zumindest sanft an ihre Magie.“

Matador-Gründer Chris Lombardi bringt es auf den Punkt: „Ein Album wie eine geballte Faust. Direkt, intensiv und spannungsgeladen, genau wie ihre explosiven Live-Shows.“

MusikBlog beschrieb „Adore Life“ seinerzeit im Review als Album, das „sich jeglicher verruchten Liebes-, Lust- und Lebensthematiken bedient“, und schrieb weiter: „Savages Zweitling strotzt vor klaren Wirren und wirrer Klarheit – Amps kreischen, Sängerin Jehnny Beth zieht gleich und lässt eingängige Melodien knirschend gegen Sequenzer-Wände krachen.“

Während „Paranoid“ von Johnny Hostile und Matt Farrar aufgenommen und von Hostile produziert und gemischt wurde, entstand „Prayer“ in den RAK Studios in London unter der Regie von Richard Woodcraft. Beide Tracks zeigen Savages in Bestform – rau, ehrlich und mit dieser typischen Mischung aus Zartheit und Zerstörungswut.

Zu der pianogetriebenen Interpretation von Black Sabbaths Klassiker „Paranoid“ gibt es auch ein visuelles Highlight: Der Grammy-nominierte Regisseur Giorgio Testi hat die Performance in einem kunstvoll beleuchteten Schwarz-Weiß-Video eingefangen, das die Band in einer intimen Session zeigt.

In dieser künstlerischen Inszenierung wird die Aufnahme zu Performance-Kunst, jede Note ein Statement, jedes Lichtspiel ein Echo jener Zeit, in der Savages einfach „the real deal“ waren – und vielleicht immer noch sind.

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