JR2u aus Hattersheim bei Frankfurt, das Soloprojekt von Jörg Woinowski von Joergundtoene, hat letzte Woche seine neue Single „Hell Yeah“ inklusive Video veröffentlicht. Es ist seine dritte Single nach „Don’t Break Your Neck“ und „The Dream„.
Stilistisch ist „Hell Yeah“ wieder irgendwo im Bereich alternative Rockmusik, ein bisschen weniger proggy als die ersten beiden Stücke und ziemlich tanzbar – fast schon Art-Rock.
Die fiktive Mischfigur zwischen Geist und Mönch spielt ebenfalls erneut in dem dazugehörigen Video mit, diesmal in einer Art Lovesong. Die Beziehung zu einer Frau im Katzenkostüm scheint aber nicht geglückt zu sein.
JR2u hat wieder alle Instrumente selbst gespielt, soweit sie nicht programmiert sind, und das ziemlich eng. Am Sound scheiden sich womöglich die Geister, nicht jedem wird der manchmal etwas trockene, direkte Klang gefallen.
Wem das Projekt aber gefällt, ist das mexikanische Online-Magazin FreimTV. „Irgendwas haben die Mexikaner mit meiner Musik – schon mit Joergundtoene hatte ich mal einen Song, der ausgerechnet in Mexiko super lief“, lacht Jörg. „Und dank KI-Übersetzer weiß ich sogar, was FreimTV über meine Musik sagt.“
Im Mittelteil von „Hell Yeah“ verarbeitet JR2u eine Melodie des romantischen Komponisten Franz Liszt. Wenn man das abwechslungsreiche Schaffen von Woinowski kennt, überrascht es nicht, dass er seine Inspirationen nicht nur aus moderner Rock- und Popmusik, sondern eben auch mal aus der Klassik bezieht.
Überhaupt folgen die Akkorde von „Hell Yeah“ nicht den in der heutigen Rockmusik üblichen Wegen – das verwirrende Hin und Her der Grundtöne passt zum romantischen Durcheinander der Bilder im Video. Insgesamt hinterlässt das Stück einen irgendwie zwar stimmigen, aber skurrilen Eindruck.
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