„Searching for a better place!“, heißt es in „Space Invaders“ – dem Opener des mit Spannung erwarteten Comeback-Albums „Optimism“ der beiden Elektro-Maestros von Digitalism.
Auf der Suche nach einem besseren Ort lässt sich das kreative Duo von lebensbejahenden Sounds und ganz viel Hoffnung begleiten. In einer Welt, in der das Chaos herrscht, braucht es ganz viel gute Laune und noch mehr „Optimism“, um dem grauen Alltag zumindest für die Dauer einer Albumlänge entfliehen zu können.
Mit knarzigen Bässen, wabernden Effekten und immer mal wieder gerne in Richtung Indie-Charts schielenden Refrains erobern Digitalism auf spielend leichte Art und Weise den Dancefloor zurück.
Dabei behilflich sind nicht nur die klassischen Projekt-Trademarks aus den Bereichen French House, Elektro und Pop, sondern auch die Schlagzeugkünste von Label Manager Michael Borwitzky. Der schwung ganz spontan die Taktstöcke und verhilft dem großen Ganzen damit zu einem herrlich natürlichen Grundsound.
Das mit verzerrten Vocals garnierte „AOA (The Age Of Anyone“) grooved wie Hölle. Die schwerelos verträumte Single „Golden“ lädt zum Entspannen ein. Das sanft pumpende „Starbust“ schließt sich nahtlos an, ehe der Zweier mit dem robolastigen „Sirens“ etwas Tempo rausnimmt.
Kurz darauf bricht das rhythmische Chaos aus. Während der „House Alarm“ schrill aufheult, tanzt die Meute wie wild im Trockeneisnebelrausch. Die Lichter zucken. „Achtung! Optimism“ ist angesagt!
Wenn İsmail Tüfekçi und Jens Moelle an den Reglern drehen, formen alle mit den Händen Herzchen. „We get lost in the city of love!“, heißt es kurz vor Feierabend. Das Gute ist allgegenwärtig. Die Dunkelheit ist verbannt.
Draußen vor der Tür herrscht überall Krieg. Aber unter dem „Optimism“-Banner regieren Hoffnung und Liebe. Der Moment ist gerettet. So soll es sein. Danke dafür.
