Folge deinen Lieblingskünstler*innen – verpasse kein Konzert · 
Jetzt Fan-Mitglied werden

Mit „Borderline“ veröffentlichen Borderline ihr Debütalbum ab, das jedoch weit hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Der Wille ist erkennbar, emotionalen Indie-Rock mit modernen Pop-Elementen zu verbinden, doch am Ende fehlt es den Songs an Eigenständigkeit.

Die neuseeländische Band machte zunächst mit einzelnen Singles und der EP „Chrysalis“ auf sich aufmerksam. Die Musik bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Indie-Rock, Alternative und Pop und setzt dabei auf introspektive Texte sowie einen zeitgemäßen Sound.

Die Erwartungen an das erste Album waren durchaus vorhanden. Umso ernüchternder ist jedoch das Ergebnis, das über weite Strecken nicht den Eindruck vermittelt, eine eigene Handschrift entwickelt zu haben.

In vorhersehbaren Mustern wechseln sich atmosphärische Gitarren, zurückhaltende Strophen und ausladende Refrains ab, die nur selten durchbrochen wird. Handwerklich gibt es daran zwar wenig auszusetzen. Statt Ecken und Kanten zuzulassen, bleibt jedoch vieles glattgebügelt.

Melodien ziehen vorbei, ohne sich nachhaltig festzusetzen, während die Texte zwar emotional sein wollen, häufig aber zu allgemein bleiben, um wirklich zu berühren. Auch im weiteren Verlauf gelingt es „Borderline“ kaum, neue Akzente zu setzen. Die Stücke ähneln sich in Stimmung und Aufbau so sehr, dass die knapp einstündige Laufzeit zunehmend zäh wirkt.

Immer wieder blitzen gute Ideen auf, doch sie werden selten konsequent weiterentwickelt. Stattdessen entsteht das Gefühl, bereits unzählige ähnliche Bands gehört zu haben. Was fehlt, ist der eine Song oder der eine Moment, der das Album aus der breiten Masse des Genres heraushebt.

Letztlich ist „Borderline“ kein schlechtes Album; aber eben auch kein gutes. Es ist eine Veröffentlichung, die technisch kompetent umgesetzt wurde, musikalisch jedoch zu selten Risiken eingeht und sich zu sehr auf bekannte Genre-Konventionen verlässt.

Wer unkomplizierten Indie-Rock für nebenbei sucht, wird hier durchaus fündig. Wer hingegen nach einer Platte sucht, die überrascht, herausfordert oder lange nachhallt, dürfte enttäuscht werden.

„Borderline“ zeigen auf ihrem Debüt Ansätze, bleiben aber den entscheidenden Schritt zu einer wirklich eigenen Identität schuldig.

„Borderline – Borderline" in deine Jahres-Charts?

Fan-Mitglieder markieren Alben als Favorit und küren ihre eigenen Jahrescharts.

Kommende Konzerttermine

Ein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Das könnte dir auch gefallen

News

Jonas Ledang – I Won’t Be Replaced – Neuer Radio Edit

MusikBlog Newcomer

Steph Gold – Rollercoaster – Neue Single

Konzert

Pixies – Live auf der Parkbühne, Leipzig

Login