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TRÄNEN haben gestern ihre neue Single „Chrom Im Wald“ inklusive Musikvideo veröffentlicht. Der Song stammt von ihrem neuen Album „Leben In Einer Katze“, das am 30. Oktober via Eklat Tonträger erscheint.

Seit gestern kurz vor Mitternacht ist sie draußen: „Chrom Im Wald“, die erste Single aus dem kommenden zweiten Album von TRÄNEN.

Nach fast zwei Jahren Funkstille melden sich Gwen Dolyn und Steffen Israel zurück. Und wer gehofft hatte, das Duo würde es sich diesmal gemütlicher machen, wird enttäuscht. Das Duo verspricht ein Album, das größer, poppiger, radikaler und verletzlicher klingt als alles, was bisher unter dem Namen TRÄNEN veröffentlicht wurde.

„Leben In Einer Katze“ – allein der Titel macht klar, dass es hier um eine Welt geht, die man nur betreten kann, wenn man bereit ist, sich selbst ein bisschen fremd zu werden. Erzählt wird aus der Perspektive eines fremden Wesens, von Besucher*innen anderer Planeten und von Menschen, die sich auf der Erde nicht recht zu Hause fühlen.

Reiner Eskapismus ist das aber nicht, denn der Blick von außen schärft auch den Blick auf die Realität hier unten.

Musikalisch und inhaltlich gehen TRÄNEN dabei einiges an Risiko ein: Schräge, fast absurde Bilder treffen auf ernste, große Themen wie Liebe, Scham, Begierde, Wut und Einsamkeit – ohne dass diese gleich mit einem Witz entschärft werden. Erst wenn die Fragen gestellt sind, darf auch herzlich gelacht werden.

Damit positionieren sie sich klar gegen einen Gegenwartspop, der Verletzlichkeit zwar gerne behauptet, aber selten tatsächlich riskiert. Schon ihr Debütalbum „Haare Eines Hundes“ von 2023 wurde treffend im MusikBlog-Review beschrieben: „Tanzbar verträglicher Indie, aufgepeppt mit punkiger Attitüde. NDW-Komponenten komplettieren den Sound. Eingängig und überzeugend eigenständig trotz aller Anleihen.“ Ein Sound, den die Band seitdem konsequent weiterentwickelt hat.

Wer gestern Nacht wach war, hat schon gehört, wohin sich TRÄNEN entwickeln: lauter, ehrlicher, fremder.

Passend zum Song gibt es ein Musikvideo unter der Regie von Stefanie Schmid Rincon. Zu sehen sind TRÄNEN in einem Zimmer im Neunziger-Jahre-Teenager-Look: bunte Lampen, drei Röhrenfernseher in der Ecke und überall versteckte Alien-Anspielungen: Schwarz-weiße Spiralen auf den Bildschirmen, ein Alien-Luftballon im Bild.

Dann der Szenenwechsel in ein verstaubtes Büro, unverkennbar eine Anspielung auf „Akte X“. Song und Video erzählen von derselben Sehnsucht: dem Wunsch, von etwas Fremdem aus der eigenen Welt entführt zu werden.

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