Das Deichbrand Festival gehört wohl zu den bekanntesten Festivals Deutschlands – neben Hurricane, Southside oder Highfield. Jedes Jahr pilgern tausende Musikfans an die Nordseeküste nach Cuxhaven, wo Möwen statt Tauben den Soundtrack zwischen den Konzerten liefern. Trotz typisch norddeutschem Wetter mit Wind und gelegentlichen Regenschauern ließen sich die Besucher*innen die Stimmung zu keiner Zeit vermiesen.
Neben den Konzerten hatte das Deichbrand aber noch deutlich mehr zu bieten. Über das gesamte Gelände verteilt gab es zahlreiche Möglichkeiten, sich zwischen den Shows die Zeit zu vertreiben.
Ein besonderes Angebot war das Hide Away. Dort fanden verschiedene Workshops statt und man konnte einfach mal kurz dem Festivaltrubel entkommen. Gleichzeitig befand sich dort auch der Awareness-Bereich, an den sich jeder wenden konnte, der Unterstützung brauchte oder sich einfach einen ruhigen Rückzugsort wünschte.
Schon der erste Festivaltag hatte einiges zu bieten. Die Drunken Masters haben ordentlich angeheizt und das Publikum drauf vorbereitet, was kommt.
Scooter sorgten mit ihrer energiegeladenen Show direkt für die richtige Festivalstimmung am darauf folgenden Freitag, und wer bis dahin noch nicht in Feierlaune war, wurde spätestens nach den weiteren Acts mitgerissen.
Alexander Marcus durfte ebenfalls nicht fehlen. Deutschlands wohl bekanntester „Elektriker“ bewies am Samstag einmal mehr, dass er die Water Stage problemlos unter Strom setzen kann – und das ganz ohne Werkzeugkoffer.
Ein echtes Highlight war außerdem der Auftritt von SDP. Die beiden Berliner brachten die Water Stage mitten in der Nacht komplett zum Beben. Es wurde getanzt, gesprungen und laut mitgesungen. Wer danach noch eine funktionierende Stimme hatte, hat vermutlich nicht laut genug gefeiert.
Cascada brachte am letzten Festivaltag mit „Everytime We Touch“ einen echten Festivalklassiker auf die Bühne. Spätestens bei diesem Song war die Stimmung auf dem Gelände kaum noch zu übersehen.
Schließlich standen die Giant Rooks auf der Fire Stage. Trotz des wechselhaften Wetters spielte die Band ihr Set souverän zu Ende und sorgte für einen gelungenen Abschluss auf der Bühne. Die Zuschauer*innen feierten bis zum letzten Song mit.
Den krönenden Abschluss des Festivals übernahm anschließend Sido. Zwar spielte das Wetter während seines Auftritts nicht ganz mit, doch der Regen sorgte stellenweise für einen zusätzlichen Bühneneffekt.
Die Mischung aus großen Konzerten, einem vielseitigen Rahmenprogramm und einer entspannten Festivalatmosphäre macht das Deichbrand jedes Jahr zu etwas Besonderem. Ob vor den Bühnen, auf den Campingplätzen oder auf dem Weg zwischen den Areas – überall begegnete man Menschen mit guter Laune und Vorfreude auf den nächsten Act.
Wer dabei war, dürfte Sand in den Schuhen, den ein oder anderen Ohrwurm im Kopf und vermutlich auch eine etwas angeschlagene Stimme mit nach Hause genommen haben.


