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Der norwegische Singer/Songwriter Jonas Ledang hat heute seinen Song „I Won’t Be Replaced“ als gekürzten „Radio Edit“ neu veröffentlicht.

Bereits 2020 gab es den Song das erste Mal zu hören – als dritten Titel auf Ledangs Debütalbum „Information Therapy“. 2022 folgte als weiterer Langspieler „The Heart Is A Lonely Hunter“. Vier Jahre später folgt nun also als nächster Schritt der Blick zurück.

Mit „I Won’t Be Replaced“ setzt der Künstler aus dem ländlichen Namdalen all den stillen Helden des Alltags ein Denkmal. All jene, die ihr Brot im Hintergrund und unter teils schlechten Bedingungen verdienen, aber ganz entscheident dazu beitragen, dass die Gesellschaft zusammenhält.

Und irgendwie gehören Künstler*innen und Kreative auf der Suche nach dem großen Durchbruch auch dazu – weshalb auch sie im Song mitbedacht werden: „The van is packed with drums and Springsteen on the radio / […] The album’s a-okay but will never make it in LA / They can’t be replaced“.

Dass sich in solchen Zeilen persönliche Zweifel und Unsicherheiten spiegeln, erklärt „Trøndelags Tom Petty“ (wie ihn die lokale Fachpresse bezeichnet) ganz offen: „[Der Song handelt] von meiner eigenen Angst, ersetzbar zu sein, und von meinem Traum, als Songwriter ein Vermächtnis zu hinterlassen“

Diesem Ziel hat er sich in den vergangenen Jahren deutlich angenähert. Ursprünglich war das Stück als Folk-Song geplant und wurde in seiner Grundstruktur bei Auftritten mit einem Geigenspieler in Bars geschrieben. Erst der Text hat eine deutlich rockigere Richtung nähergelegt.

Mittlerweile spielt Ledang auf Festivalbühnen und in ausverkauften Clubs, aber die Helden des Alltags sind natürlich nicht vergessen. Gerade in Zeiten, in denen immer häufiger von der Verdrängung des „echten Menschen“ in der Kunst geunkt wird, und große KI-Konzerne alles tun, um Öl in das diskursive Feuer zu schütten, ist vielleicht gerade dieses Bewusstsein wieder nötig.

Der neue „Radio Edit“ unterscheidet sich übrigens nur durch seine Länge vom Original. Das ruhig repetitive Outro des Songs, in dem der Gesang wie durch einen Anrufbeantworter krächzt, wurde um eine Minute gekürzt.

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