„Thought Sounds And Mind Noises.“ schreibt Samuel Eastgate – der auch unter dem Pseudonym Sam Dust und natürlich unter seinem Künstlernamen LA Priest bekannt ist – in seiner Instagram-Bio. Das beschreibt nicht nur ihn ganz als Psychedelic-Dance-Pop- und Elektro-Künstler ganz gut, sondern auch sein neues Album „Into The Sky“.
Auf den insgesamt zehn Tracks erfindet LA Priest das Rad nicht neu – im Gegenteil. Der für ihn typische Sound aus fast psychedelisch klingendem Retro-70er-Jahre-Pop, Lo-Fi und Indie-Pop, unterlegt von ungewöhnlichen Synthesizer-Sounds und minimalistischen Melodien, zieht sich durch die gesamte Platte.
Und das ist auch gut so, denn es funktioniert. Mit einer Stimme und einem Soundbild, die manchmal an die früheren Werke von MGMT und manchmal an Sounds von Portugal. The Man erinnern, nimmt LA Priest die Hörer*innen mit auf eine Klangreise – und in eine Welt, in der statt konkreter Themen eher Emotionsbilder eine Rolle spielen. Es geht um Liebe, Verlangen, Loslassen, Befreiung und das Unbekannte.
Fun Fact: Eastgate ist nicht nur Sänger und Produzent, sondern baut seit Jahren seine eigenen Synthesizer und Drum Machines. Eine Tatsache, die erklärt, warum Synthesizer einen so großen Stellenwert in seinen Werken und eben auch in „Into The Sky“ einnehmen.
Was allerdings heraus sticht, wenn man „Into The Sky“ mit seinen drei Vorgängerplatten vergleicht: Es wirkt aufgeräumter, glatter und vor allem clubtauglicher. Die subtilen Techno-Beats scheinen dabei auf Alex Ridha, besser bekannt als Boys Noize, zurückzuführen zu sein. Der Hamburger Produzent und DJ ist ein langjähriger Freund von Sam Eastgate und hat das Album nicht nur mitgeschrieben, sondern auch produziert.
Das macht „Into The Sky“ zu LA Priests wohl mainstreamtauglichstem, „normalstem“ und tanzbarstem Album, ohne dabei seine verrückte, surreale Art des audiovisuellen Musikmachens zu stark zu unterdrücken.
