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Love.Might.Kill – Brace For Impact

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Wer Bands wie Metalium und Firewind kennt, der wird zwangsläufig über Michael Ehre stolpern, der die Drum-Kits dieser Bands bemannt/bemannte. 2009 fühlte er sich anscheinend zu etwas Höherem berufen und stampfte Love.Might.Kill aus dem Boden mit deutschen Instrumentalisten und italienischem Sänger. Zwei Jahre später legt die Formation ihr Debüt-Album “Brace For Impact“ auf und präsentiert der gespannten Musikwelt die Stärken des 80er Jahre Hard Rock kombiniert mit den Vorteilen von heute.

Wie kann man sich aber eine solche Gratwanderung vorstellen? Ganz einfach: Total fett! Love.Might.Kill paart Rock der härteren Schule wie er im Buche steht mit der aufwändigen, wuchtigen Sound-Kulisse heutiger Produktionen. Die Strukturen sind schön traditionell gehalten, die Gitarristen befördern mit ihrer Arbeit jeden Rocker drei Jahrzehnte in die Vergangenheit und die eingestreuten Soli in fast sämtlichen Songs sind klassisch klasse. Dabei variieren sie zwischen groovigen Stücken wie dem Opener “Tomorrow Never Comes“ und einprägsamen Hymnen á la “Caught In A Dream“ oder “Pray To Your God“. Selbst Brecher vom Schlag eines dem Titel nicht ganz gerecht werdenden “Calm Before The Storm“ finden sich auf der Platte wieder, die mit durchgetretenem Gaspedal einen Abstecher in Richtung Melodic Metal machen. Um die typische Romanzen-Quote aufrecht zu erhalten, hat das Quintett mit “Pretty Little Mess“ und “We Are The Weak“ zwei Titel platziert, auf denen die Jungs auch ihre emotionale Seite zeigen können.

Neben Christian Stoever und Stefan Ellerhorst an den Klampfen trägt Italo-Sänger Jan Manenti einen entscheidenden Anteil dazu bei. Überhaupt singt der mir bislang unbekannte Italiener auf einem verdammt hohen Niveau, der die rockigen Strophen und groß angelegten Refrains ohne Probleme meistert. Das Schnulzige bekommt er als gebürtiger Südländer sowieso gut hin, allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass dem Einen oder Anderen sein typisch italienisches Timbre in seiner Stimme nicht ganz schmecken wird.

Um das stimmige Grundmaterial entsprechend in Szene zu setzen, hat man sich gegen eine Old-School-Aufmachung und für eine moderne Produktion entschieden. Die Musik kommt satt aus den Boxen und die Gitarren sind schön in den Vordergrund gemischt, um das Hauptaugenmerk auf die Sechssaiter zu lenken. Statt langweilig glattpoliert hat man noch eine angenehme Portion Härte und Wumms intus, ohne dabei zu dünn oder zu brachial zu klingen. So schlecht ist die heutige Zeit also gar nicht … und die von damals erst recht nicht.

Love.Might.Kill haben mit “Brace For Impact“ einen verdammt hochwertigen Grundstein für eine große Karriere gelegt. Aus dem Nichts kann man sich mit gestandenen Größen wie Voodoo Circle messen und offenbaren für jeden Hard Rocker ein Schmankerl, das man in vollen Zügen genießen kann.

© Nico Carvalho

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