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Ja, Panik – Live im Schauspiel, Leipzig

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Wieder schaffte es das Leipziger Centraltheater am 23.01.2013, einen hochwertigen Konzertabend zu organisieren.„Staatsakt“ präsentierte mit Hans Unstern, Die Heiterkeit und Ja, Panik gleich drei der derzeit repräsentativsten auf dem Label vertretenen Musiker.

Pünktlich und zeitig eröffnete Hans Unstern die Veranstaltung. Optisch an die Bilder tanzender Afghanen nach der Vertreibung der Taliban erinnernd, spielte der Künstler mit seinen musikalischen Unterstützern einige Stücke seines aktuellen Albums „The Great Hans Unstern Swindle“. Zwischenzeitlich ohne Melodie und mit Strophen wie „Mit einem Strauß Blattläuse stehe ich vor meiner eigenen Tür/ Nichts mehr wie es schien zwischen mir und mir/ Heute Morgen erwachte ich als Wunsch“ aus „Entweder & Oder“ wirkt die Darbietung wie ein Klon aus AG Geige und Hamlet.

Die Bühne gleicht eher einer Rumpelkammer, die Anzahl selbstkonstruierter Instrumente lässt selbst den Einstürzende Neubauten Sound-Ingenieur F.M. Einheit blass erscheinen. Und da während der Konzerte selbst nicht fotografiert werden durfte, hier wenigstens ein Standbild von Unsterns Deko Artikeln.

Deutlich aufgeräumter war die Bühne für den Auftritt des Damen-Trios Die Heiterkeit aus Hamburg. Allerdings stand die Performance der Band dem schlichten Ambiente in Nichts nach. Das Repertoire ist nach Ihrem Debut Album „Herz aus Gold“ und 2 EP`s eben noch zu übersichtlich für viel Abwechslung. Eine Band ganz im Stil der Hamburger Schule, die den Titeln Kernaussagen wie „Alle Menschen lieben mich“, „Die Liebe eines Volkes hat mich zur Königin gemacht“ oder „Für den nächstbesten Dandy wirst du mich verlassen / für den nächstbesten Dandy muss man das wohl machen“ zuordnen und damit an die frühen Lassie Singers anknüpfen. Und eine Stimme wie die von Sängerin Stella Sommer, irgendwo zwischen Nico und Hildegard Knef, hat man auch schon lange nicht mehr gehört.

Höhepunkt des Abends sicher das Label-Zugpferd Ja, Panik. Die zum Quartett geschrumpfte Ösi Migranten WG aus Berlin beschleunigte sofort von 0 auf 100. Sänger Andreas Spechtl agierte mit viel Theatralik, aber schließlich waren wir ja auch im Theater, was sich auch an dem mäßig gefüllten und überwiegend aus den Studenten der angrenzenden Schauspielschule rekrutierten Auditorium zeigte.

Den Schwerpunkt des Konzertes bildeten die Songs aus dem letzten Album „DMD KIU LIDT“ und Ja, Panik bewiesen auch an diesem Abend, dass die Platte 2011 zu recht auf Platz 1 der Musikblog Redaktions-Charts landete. Nebenbei schossen die Nacktfotos der Österreicher am Merchandising Stand nicht nur ihren eigenen Wurstvogel ab.

Eine gelungene Veranstaltung, die mehr Zuschauer verdient hätte. Aber so ist das eben mit Leipzig, den Perlen und dem Borstenvieh…

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