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Savages – Silence Yourself

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Savages - Silence YourselfSchwarzkittelige Gothik Clowns könnten das Album Cover von „Silence Yourself“ der Londoner Newcomer Savages missverstehen. Das dort in Bauhaus -Ästhetik (Musik nicht Architektur) aufgedruckte Frauen-Quartett lässt tatsächlich Dunkles vermuten und Frontfrau Jehnny Beth sieht immerhin aus, als würde sie kurz vor der Übernahme der Hauptrolle in Anton Corbijn‘s Ian Curtis Biographie „Control“ stehen.

In Wahrheit ist alles natürlich ganz anders. Denn es handelt sich um eine Neo-Agitprop Band (um einmal eine ähnlich dämliche Bezeichnung wie „Post-Punk“ zu verwenden), die gefälligst auch so verstanden werden möchte. Praktischerweise haben die Damen deshalb Ihre Anliegen gleich mit vorn drauf gedruckt : „If the world shut up for a while/ Perhaps we would start hearing the distant rhythm of an angry young tune – and recompose ourselves”. Alles klar soweit? Und damit wenigstens beim Hören des Albums alle Ihr Multimedia – Spielzeug  aus der Hand legen und das Dauer Gelaber einstellen, heißt der erste Song  logischerweise gleich „Shut up“.

Ein präzises Schlagzeug, ein nie außer Kontrolle geratender Bass plus explodierende Gitarrenriffs (manchmal mit Tendenz zum Schweinerock) tragen die 11 Songs, deren Variationsbreite etwas eingeschränkt scheint, durch das Album. Beth`s Stimme klingt  ein wenig nach Siouxie Sioux, hat aber sicher nicht das Volumen, welches uns die stimmlich ebenfalls mit der Gothik Punk Ikone verglichene Anna Calvi  auf ihrem grandiosen Debut bescherte. Das macht aber nichts, denn sie passt mit  der  Wut und Aggressivität des Vortrages genau auf das musikalisch-gesellschaftspolitische Anliegen.

„City´s Full“, „Strife“, „No Face“ sind bereits jetzt Klassiker des „Dagegen seins“. Aber auch das ehe-kritische „Husbands“  oder die Huldigung gleichgeschlechtlicher Liebe in „She will“ – die Combo hat Großes vor. Beim Rausschmeißer „Marshal Dear“ beweist die Band auch den Mut zu Gefühl und  Melodie, welche Bedeutung dabei allerdings das Klarinettensolo hat, bleibt ungeklärt.

Savages kann man nicht ignorieren, „Silence Yourself“ ist ein 39 minütiger Soundtrack für Umdenker und Blockupy – Bewegung. Es bleibt zu hoffen, dass den Mädchen nicht das Gleiche passiert wie den meisten gehypten Bands nach dem ersten Album:  Dem Versinken in der Bedeutungslosigkeit. In diesem Sinn: „Don´t Let The Fuckers Get You Down“ !

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