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Tricky – False Idols

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Tricky - False IdolsZurück in die Zukunft mit Tricky. Der Trip-Hop Punk aus Bristol betritt mit “False Idols” wieder die Showbühne und klingt darauf beinahe wie zu Beginn seiner Karriere.

Das musikalische Schaffen von Adrian Thaws begann 1994 als Gastmusiker von Massive Attack, an deren beiden ersten Alben er maßgeblich mitwirkte. 1995, nach einer Allianz mit Gravediggaz auf der klaustrophobischen „Hell Is Around The Corner“ EP, manifestierte er mit seinem ersten Soloalbum „Maxinquaye“ den Begriff Trip-Hop, eine Genre Bezeichnung mit der er selbst allerdings bis heute auf Kriegsfuß steht. Der Glanzpunkte dieser sehr kurzen musikalischen Bewegung lieferte der Musiker 1996 ebenfalls gleich selbst –  mit dem düsteren Endzeit-Soundtrack „Pre-Millenium Tension“.

Seitdem experimentierte Tricky mit verschiedensten Musikstilen, mixte Rock und Reggae und versammelte unzählige Gastmusiker (stellvertretend sei hier PJ Harvey genannt) um sich. Der Brite brachte dabei regelmäßig mehr, überwiegend aber weniger beachtete Alben auf den Markt, das beste davon war das rockige „Blowback“ aus dem Jahr 2001. Dass er sich nie einem größeren Publikum erschließen konnte, ist wohl seiner generell kritischen Haltung gegenüber medialer Präsenz, Vermarktung und Musikjournalismus geschuldet, vertont u.a. in „For Real“ vom Album „Juxtapose“.

Nun in der Mitte der 5. Lebensjahrzehntes angekommen, klingt aus Thaws‘ Musik so etwas wie Altersmilde heraus. Wirkten die beiden letzten Platten eher uninspiriert (wie der Künstler auch im Interview selbst bestätigte: „Ich glaubte, meine beiden letzten Alben seien gelungen. Aber ich begriff, dass das nicht stimmte“), präsentiert sich das jetzige  Produkt „False Idols“ als eine in sich geschlossenen Angelegenheit. Tricky-typisch wird der vokale Part mehrheitlich von Gastmusikerinnen, in diesem Fall  Francesca Belmonte und Fifi Rong getragen. Er selbst beteiligt sich mit vorzugsweise im Background gehaltenem, heiseren Sprechgesang.

Der erste Track auf „False Idols“ ist das Patti Smith Cover „Nobodys Sins“. Über einen dezenten Bass wird rezitiert, dass Jesus für die Sünden der anderen starb und nicht für die eigenen. Ob das nun ein Freifahrtschein für ein nicht geglücktes Album sein soll, ist spekulativ, nötig hat „False Idols“ eine solche Absolution jedenfalls nicht. Minimalistischer Trip-Hop in „Valentine“, harte Gitarrenriffs in „Parenthesis“  bis hin zu dem geradezu poppigen „Bonnie & Clyde“ oder „Is That Your Life“ – die Platte besticht durch große musikalische Bandbreite. Weitere Highlights sind das basslastige „Does It“ und das geisterhafte „Passion Of The Christ“. Der Pseudo-Chanson „Chinese Interlude“ gerät hingegen zu einer echten  Überraschung.

Es scheint, als habe Tricky mit seinem neuen Label (in Kooperation mit !K7 Records), welches ebenfalls„False Idols“ heißt, künstlerischen Frieden gefunden. Und das ist gut so!

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