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Anna von Hausswolff – Live im Orangehouse, München

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Die Schwedin Anna von Hausswolff, die MusikBlog bereits auf dem Reeperbahn Festival in Hamburg vor 2 Wochen live sah, spielte am Freitag zum nahen Ende ihrer derzeitigen Tournee hin im Orangehouse im Feierwerk München. Das Orangehouse ist ganz gut gefüllt, aber weit von brechend voll entfernt und damit eine etwas spartanischere Kulisse als noch in den ungefähr 10 Mal so großen Fliegenden Bauten auf dem Repperbahn Festival.

Als „Vorband“ tritt Oliver Lichtl alias Uphill Racer aus München an und macht einen guten Job. Mit seinem multi-funktionalem Percussioninstrument, was auch als eine elektronisches Vibraphon fungiert, und seinem Gesang schafft er eine gute Einstimmung.

Dann beginnt Anna von Hausswolff mit „Deathbed“ von ihrem aktuellen Album „Ceremony„. Bereits beim Opener zeigt sich deutlich die Power und stimmliche Präsenz der zierlichen, knapp 1,60 Meter großen Anna, die nur bei diesem Song etwas wie die frühe Kate Bush klingt. Wie so oft bei dieser Art von Musik, klingt Anna von Hausswolff live, anders als auf ihren Alben, gar nicht düster oder traurig. Das wird allein schon durch ihre sympathische Art verhindert. Anna lacht auch mal und redet gern mit dem Publikum und ist gar nicht so introvertiert, wie es ihre Musik implizieren würde.

Die Band funktioniert gut zusammen, auch der neue Gitarrist Karl Vento, der erst seit 5 Monaten dabei ist, harmoniert gut mit seinem Kollegen an der Gitarre/Bass Daniel Ögren, mit dem Anna schon 12 Jahre zusammen spielt.

Teilweise gerät ihr Gitarrenspiel zusammen mit den Drums von Christopher Cantillo sehr ähnlich zu dem Sound der Swans, was schon eine sehr große Leistung ist und man von dieser Band, die früher gern in die Schublade „Elektronische Kirchenmusik“ gesteckt wurde, nicht erwartet hätte. Die drei haben sichtlich Spaß dabei (wenn auch nicht an den professionell-regungslosen Mienen zu erkennen), auch mal Krach zu machen.

Auch Anna von Hausswolffs Orgelspiel fügt sich perfekt ein und wird teilweise ekstatisch. Wenn das Spiel zum Bombastsound gerät, ist das Konzert an seinen Höhepunkten. Leider wird dies ab und zu unterbrochen von den Songwriter-Einlagen, in denen Anna mit Akkustikgitarre spielt. Dadurch verliert der Soundverlauf irgendwie seine Homogenität. Da sollte Anna vielleicht bei der Songauswahl weniger eklektisch vorgehen.Der fantastische Konzertabend endet jedoch mit einem neuen Song als Zugabe, der wieder den während des Abends lieb gewonnen „noisigen“ Gitarrenklang darbietet.

Anna von Hausswolff ist damit die Live-Überraschung des Jahres. Keine elektro-poppige Orgelmusik aus der skandinavischen Darkpop-Schublade wie man erwartet hätte, sondern kraftvoller Gitarrensound, der einem beim Headbangen ein zustimmendes Lächeln auf die Lippen zaubert.

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