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Miss Li – Live im Atomic Café, München

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Schweden ist bekanntlich das Land der schönen Pop-Musik, Avantgarde-Rock kennt man von dort eher selten, mit Ausnahme von vielleicht Logh. Seit einigen Jahren gibt es jedoch mit Miss Li eine Ausnahmeerscheinung.

Linda Carlsson, wie Miss Li bürgerlich heißt, ist bereits seit 2006 im Musikbusiness aktiv und hat seitdem schon rund 10 Alben veröffentlicht, 3 davon bereits 2006 und 2007. 2008 kam bereits das erste Best-Of. Gestern war sie zu Gast im Münchener Atomic Café.

Nur beim ersten oberflächlichen Hören klingen Ähnlichkeiten mit Lilly Allen an. Miss Lis Musik ist eine Mischung aus Rock, Rockabilly, Blues und Swing. Man hört Anleihen an Victoria Williams und auch Johnny Cash klingt ab und zu durch. Teilweise driftet es zumindest live jedoch auch in Jahrmarkts-Musik ab, passend dazu auch die leicht trashige Show. Miss Li bietet eine wilde Performance mit Tanzeinlagen im Baba Jaga Style und mit hin- und her laufenden Musikern sowie u.a. einer schrägen Tanzdarbietung von Gitarrist Sonny Boy Gustafsson, der sowohl klanglich als auch äußerlich auch gut in einen Ennio Morricone Film passen würde.

Miss Li spielt im Wesentlichen ihre Hits aus den früheren Alben. Dabei animiert sie das Publikum als würde sie eine Stadionshow liefern und reißt so von der 1. Minute an mit. Leider ist das Münchener, teilweise recht junge, Publikum nicht so textsicher und so fällt der von Miss Li per Mikro-in-die-Masse-halten gewünschte Mitsingchor oft sehr dürftig aus. Aber trotzdem ist die Stimmung super und bei „ASAP“, dem Song, den Miss Li gemeinsam mit Lena Meyer-Landrut aufführte, deren „Stardust“ Album sie auch mitschrieb, klatscht das Publikum brav auf Geheiß von Miss Li den schnellen Takt mit.

In Miss Lis Show wird großer Wert auf den Auftritt als Kollektiv gelegt. Jeder Musiker wird einzeln vorgestellt, manche sogar zweimal und jeder darf zumindest ein kurzes Instrumentensolo darbieten. Bei Drummer Gustav Nahlin fällt dies sogar etwas länger aus und Sonny Boy Gustafsson, der alle Songs mit Miss Li gemeinsam schreibt, hat gefühlt in jedem Stück ein 5-minütiges Gitarrensolo, das er immer vorn am Bühnenrand spielt. Auch die bezaubernde und ewig lächelnde Violinistin Malin My Wall, die eine Art Gospelchor-Umhang trägt, übrigens in den gleichen schwarz-weißen Farben wie Miss Lis Kleid, bekommt ein kurzes Geigensolo.

Nachdem alle großen Hits gespielt wurden ist der offizielle Teil nach viel zu kurzer Zeit schon zu Ende. Als Zugabe kommt dann „My Heart Goes Boom“ vom letztjährigen Album „Tangerine Dream“, neben „Golden Retriever“ der einzige Titel aus neuerer Zeit. Ein wirklich großartiger Auftritt. Jeder, der sich mit Miss Li bis dato noch nicht intensiv beschäftigt hat, sollte dies nun schleunigst nachholen.

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