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Cage The Elephant – Melophobia

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Nach fünf Jahren auf Tour, in denen sie ihre ersten beiden Alben promoteten, nahmen sich die Jungs von Cage The Elephant aus Kentucky erst einmal eine Auszeit. Jeder für sich arbeitete an seinen eigenen Songideen – als es dann im Sommer 2012 ins Studio gehen sollte, war deswegen erst mal Chaos angesagt: Die Ideen passten nämlich nicht zusammen, so zumindest empfand es die Band. „Jeder von uns hatte eine ungefähre Vorstellung davon entwickelt, wie dieses dritte Album klingen sollte“, erklärt Sänger Matt Shultz, „allerdings lagen diese Vorstellungen meilenweit auseinander.“

Die Herausforderung fand die Band daher vor allem darin, die unterschiedlichen Stücke von zart bis hart zusammenzubringen – was ihnen gut gelungen ist und das Album sogar nahtlos an „Thank You, Happy Birthday“ (2011) anschließen lässt. Denn auch das aktuelle Werk von Cage The Elephant lebt von gezielter Disharmonie. Mehr noch als sein Vorgänger erinnert es an einen Soundtrack des fortschreitenden Wahnsinns. Und zwar im positiven Sinn.

„Melophobia“ beginnt harmlos, sanft und entspannt, doch man ahnt bereits, dass das nicht alles sein wird: Der Opener „Spiderhead“ ist von den Lyrics her recht versponnen, wenn auch genauso wie „Come A Little Closer“ ein äußerst angenehmes, leicht bluesiges Stück Indie-Rock im Stile der frühen Mando Diao. Aber auch die hatten ja ihre närrisch-abgefahrenen Momente. Genau das werden Cage The Elephant im Laufe der nächsten halben Stunde stimmlich und auch vom melodischen Aufbau her sehr gekonnt übertreiben. Los geht es damit ab Track 3:  „Telescope“ entwickelt sich von ganz relaxt zu dezent ausgeflippt.

Danach gibt es noch einmal eine rockige Atempause mit fett verzerrten Gitarren, die so gar nicht zum Rest des Albums passen wollen: Bei „It’s Just Forever“ gab es Unterstützung von Alison Mossheart, der Sängerin von The Kills. Aber spätestens bei „Halo“ ist der Irrsinn endgültig einmarschiert: Zuerst noch auf fein abgestimmten Pfaden, dann  steigert sich „Teeth“ samt Bläsereinlagen in eine wohldosierte Fünfeinhalb-Minuten-Krawall-Mixtur aus Babyshambles, Libertines und „it’s driving me crazy“-Narretei.

Mit seiner Akustikgitarre wirkt „Cigarette Daydreams“ anschließend so entspannt und intim wie die Zigarette danach. Hier finden Cage The Elephant zu der „entspannten, verspielten Energie“ zurück, die Matt Shultz selbst als ihr Markenzeichen bezeichnet. Allerdings ist nicht nur der Song, sondern auch das Album dann plötzlich und sehr abrupt zu Ende.

Schade, hier hätten es ruhig noch ein, zwei Songs mehr sein dürfen, um „Teeth“ zu verdauen und einen runden Abschluss zu genießen. Aber zum Glück kann man CDs ja mehrmals hören. Und bei so viel, wie einem bei diesem Album an Soundbandbreite geboten wird, ist das auch durchaus empfehlenswert.

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